Mittelfeldmann gibt Comeback nach fast 14 Monaten

Möhwald rein und raus - Kohfeldt: "War klar abgesprochen"

Nach klarer Absprache sah das nicht zwingend aus. Foto: Imago
Nach klarer Absprache sah das nicht zwingend aus. Foto: Imago

Wenn ein Spieler in einem Spiel erst ein- und dann wieder ausgewechselt wird, ist häufig von der 'Höchststrafe' die Rede. Am Samstag ereilte Kevin Möhwald von Werder Bremen dieses Schicksal. Der Mittelfeldmann schien seine Auswechslung entsprechend mit Unverständnis zu quittieren. Florian Kohfeldt erklärt die Situation aber ganz anders.

"Mit ihm war ganz klar abgesprochen, dass er 30 bis 35 Minuten durchhalten würde. Uns stehen fünf Wechsel zu, dann müssen wir uns auch trauen, sie in dieser Form zu nutzen", zitiert das Portal Deichstube den Cheftrainer der Hanseaten. Er hatte Möhwald zu Beginn der 2. Halbzeit von der Bank gebracht, beendete das Comeback des monatelang verletzten 27-Jährigen in der Schlussphase der Partie nach sogar knapp über 40 Minuten. 

"Mussten etwas verändern"

"Aufgrund des Freiburger Drucks mussten wir noch mal etwas verändern", erklärt Kohfeldt, der bei Möhwald einige Ballverluste registrierte und das Gefühl bekam, der gebürtige Erfurter sei "in der Verschiebebewegung nicht mehr so richtig hingekommen". Eleganter wäre wohl gewesen, den Mittelfeldmann erst später einzuwechseln, um ihn nicht vorzeitig wieder vom Feld holen zu müssen. Doch in der Halbzeit habe Werder Möhwald schlichtweg gebraucht, so Kohfeldt.

"Dabei ging es um etwas ganz anderes"

Der Spieler selbst schien von der Absprache wenig zu halten, jedenfalls hatte er offenkundig wenig Lust auf die Umarmung von Kohfeldt nach der Auswechslung. "Dabei ging es um etwas ganz anderes im Spiel", meint der Cheftrainer jedoch. "Wir haben am Spielfeldrand kurz darüber gesprochen. Das werde ich für mich behalten." Letztlich stellte die Episode nur ein Randthema dar, immerhin entführte Werder Bremen einen recht glücklichen Punkt aus Freiburg. Und auch bei Möhwald dürfte nach dem Spiel die Freude über den ersten Einsatz in der Bundesliga seit August 2019 überwogen haben. Auch wenn der ein paar Minuten zu früh endete, um völlig geräuschlos über die Bühne zu gehen.

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Lars Pollmann  
18.10.2020