Köln-Leihgabe ohne Kaufoption

"Möchte wieder Freude finden": Bleibt Modeste in Frankreich?

Modeste kann sich in Saint-Etienne anbieten. Foto: Imago
Modeste kann sich in Saint-Etienne anbieten. Foto: Imago

Auf den letzten Drücker des Transferfensters ist Anthony Modeste am Monatsanfang in seine Heimat zurückgekehrt. Mit der Ausleihe des Angreifers zur AS Saint-Etienne spart der 1.FC Köln einen Teil seines üppigen Gehalts. Über den Sommer hinaus ist die Zukunft des Stürmers ungeklärt.

"Es gibt keine Kaufoption, das ist richtig. Aber man weiß nie, was der Morgen bringt", sagt der 32-Jährige selbst gegenüber dem Portal But Football Club (Zitat via Express). "Ich weiß nur, dass ich so viel wie möglich auf dem Platz stehen will, um Spaß mit meinen Teamkollegen zu haben", so Modeste. In Köln hatte er in der laufenden Saison bei neun Einsätzen nur zweimal in der Startformation gestanden. Bei ASSE debütierte er darin bereits nach wenigen Trainingseinheiten am Wochenende.

Üppiges Gehalt verkompliziert die Lage

"Ich möchte wieder Freude finden", sagt Modeste über seinen zunächst auf wenige Monate begrenzten Aufenthalt in der Ligue 1. Eine Verlängerung ist für ihn wohl nicht ausgeschlossen, dürfte sich aber schwierig gestalten. Immerhin steht Modeste in Köln noch bis 2023 unter Vertrag, verdient laut Express 3,7 Millionen Euro Jahresgehalt. Um in Saint-Etienne zu bleiben, müsste der im April 33 Jahre alte Angreifer massive Einbußen in Kauf nehmen. Eine Zukunft in Köln ist aber ebenfalls schwer vorstellbar.

Tore-Schießen "ist wie Fahrrad fahren"

Immerhin aber ist die Abstiegsgefahr für den französischen Traditionsklub fürs erste gebannt, Saint-Etienne hat aktuell sieben Punkte Vorsprung auf die Gefahrenzone. Mit seinen Toren soll Modeste den Klassenerhalt sicherstellen. "Das muss ich wieder ans Laufen kriegen, aber so etwas geht nicht verloren, das ist wie Fahrrad fahren. Ich habe in Deutschland viel getroffen", sagt der frühere Publikumsliebling in Köln. Für die TSG Hoffenheim und die Geißböcke hat der Franzose insgesamt in knapp 180 Partien über 70 Pflichtspieltreffer markiert.

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Lars Pollmann  
10.02.2021