Klare Ansage

Modeste? Baumgart: "Ich trauere nie einem Spieler nach"

Baumgart verlor im Sommer mit Modeste seinen wichtigsten Stürmer. Foto: Lars Baron/Getty Images
Baumgart verlor im Sommer mit Modeste seinen wichtigsten Stürmer. Foto: Lars Baron/Getty Images

Der 1. FC Köln steht in der Bundesliga derzeit auf dem 13. Tabellenplatz und besitzt nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Trotzdem trauert Cheftrainer Steffen Baumgart einem Torjäger wie dem zu Borussia Dortmund abgewanderten Anthony Modeste nicht nach.

"Es wird schnell vergessen, wo man herkommt. 17 Punkte nach 15 Spielen ist, wenn man die Köln-Historie anschaut, ein normaler Stand", konstatiert Steffen Baumgart im Interview mit der Bild-Zeitung. Mit Anthony Modeste, den es zu Borussia Dortmund zog, brach ein wichtiger Stürmer zu Saisonbeginn weg. Noch ist offen, ob der 1. FC Köln im Januar im Sturm nachrüsten wird. "Wir müssen uns zumindest genau anschauen, was gut war und was nicht. Das ist doch normal. Dass Flo Dietz verletzt ist, ist Fakt. Und dass wir bei den Stürmer-Toren nachlegen sollten – und damit meine ich nicht, dass wir jemanden holen müssen – ist auch klar. Natürlich setzen wir uns mit gewissen Positionen auseinander", so Baumgart.

"Dieses ganze Gerede, dass es mit ihm besser gelaufen wäre…"

Laut dem Übungsleiter gehe es letztlich "um Notwendigkeiten, nicht nur um das Budget. Ich bin mir relativ sicher, so wie wir Fußball spielen und nach Außen auftreten, wäre es nicht so schwer, mit dem ein- oder anderen Spieler zu reden. Wir stehen für etwas, das attraktiv macht". Mit Modeste und dessen Abgang Richtung BVB beschäftigt sich der 50-Jährige nicht mehr. "Ich trauere nie einem Spieler nach. Das ist auch nicht meine Aufgabe. Dieses ganze Gerede, dass es mit ihm besser gelaufen wäre… Das weiß doch niemand! Trotzdem mag ich Tony", stellt er klar.

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Adrian Kuehnel  
18.11.2022