Vier von fünf Pflichtspielen verloren

Mittelstädt: "Umbruch sollte keine Ausrede sein"

Mittelstädt und Hertha hinken den Ambitionen hinterher. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Mittelstädt und Hertha hinken den Ambitionen hinterher. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Der Fehlstart von Hertha BSC ist durch ein 0:2 gegen Aufsteiger VfB Stuttgart nach der Länderspielpause perfekt. Die Hauptstädter gewannen nur zum Saisonauftakt bei Werder Bremen. Maximilian Mittelstädt nennt einen Grund, der keiner sein darf.

"Ich glaube schon, dass wir im Umbruch sind. Dass wir viele Führungsspieler verloren haben, die jetzt durch jüngere Spieler und ausländische Spieler ersetzt wurden, die die Sprache noch nicht sprechen und sich noch nicht hundertprozentig integrieren konnten", so der Flügelspieler gegenüber dem TV-Sender Sky. Hertha hatte im Sommer unter anderem Kapitän Vedad Ibisevic und Mittelfeldmann Per Skjelbred ziehen lassen. Im Gegenzug kamen aber erneut einige hochpreisige Akteure, die bei der Alten Dame die großen Ambitionen ermöglichen sollen.

"Mit dem Anspruch"

"Das sollte keine Ausrede sein", sagt so auch Mittelstädt. "Wir dürfen natürlich mit dem Anspruch, den wir haben, nicht vier von fünf Pflichtspielen verlieren." Neben den drei Pleiten in der Bundesliga am Stück hatte sich Hertha BSC schon im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig verabschiedet. Trainer Bruno Labbadia hat offenkundig noch viel Arbeit vor sich, um Hertha in die Höhen zu bewegen, die sich der Klub auf die Fahne geschrieben hat. "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und bekommen mit der ersten Torchance für den VfB Stuttgart die Unsicherheit", erklärt der Chefcoach.

"Haben uns selbst geschlagen"

Seine eigene Mannschaft sei nach vorne deutlich zu unsauber unterwegs gewesen, habe so schon den letzten Pass nicht an den Mann gebracht. "Das ist der Grund, wieso wir dieses Spiel verloren haben. Wir haben uns selbst geschlagen", so Labbadia. Bei einem Sieg des 1.FC Köln würde Hertha am Sonntag auf Tabellenplatz 16 abrutschen. Zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison hat das wenig Aussagekraft, der Schadenfreude vieler gegnerischer Fans könnte sich der 'Big City Club' jedoch gewiss sein.

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Lars Pollmann  
17.10.2020