"Die wissen, wie man mich kriegt"

Mit Nutella: Wie Wolfsburg bei Kruse Überzeugungsarbeit leistete

Max Kruse spielt seit der Rückrunde wieder in Wolfsburg. Foto: Getty Images.
Max Kruse spielt seit der Rückrunde wieder in Wolfsburg. Foto: Getty Images.

Max Kruse gilt neben dem Fußballplatz als spezieller Typ. Dessen waren sich die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg bewusst, als der Spielmacher im Januar von Union Berlin verpflichtet wurde.

In den vergangenen Jahren war die Ernährung ein Punkt, der an Max Kruse häufig kritisiert wurde. Doch besonders Florian Kohfeldt gewährte seinem Schützling bei Werder Bremen sämtliche Freiheiten, was dieser wiederum auf dem Platz zurückzahlte: In 61 Partien unter Kohfeldt erzielte Kruse 19 Tore und bereitete 23 Treffer vor, insbesondere in der Saison 2018/19 überzeugte er mit 21 Scorerpunkten (11 Tore, 10 Assists) in 32 Einsätzen.

Zwei Siege seit VfL-Rückkehr

Mittlerweile arbeiten Kohfeldt und Kruse beim VfL Wolfsburg zusammen. Bereits in der Saison 2015/16 spielte der 33-Jährige im VfL-Dress, im Kampf um den Klassenerhalt wurde er vor wenigen Wochen für fünf Millionen Euro von Union Berlin ein zweites Mal verpflichtet. Die Ernährung war während der Verhandlungen aber kein Thema, stattdessen habe ihm ein Mitarbeiter zur Vertragsunterschrift zwei XXL-Gläser des Nuss-Nougat-Aufstrichs Nutella auf den Tisch gestellt, wie Kruse während eines Livestreams auf der Plattform Twitch erzählte: "Die wissen, wie man mich kriegt. Das hat mir direkt ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Wenn ich gute Laune habe, habe ich mehr Spaß am Fußballspielen", sagte Kruse humorvoll. Seit seiner Rückkehr gewannen die Wölfe zwei der letzten drei Bundesligaspiele, insofern hat sich die Investition bereits ausgezahlt; dennoch ist die Abstiegsgefahr angesichts von fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz noch nicht gebannt. 

Florian Bajus  
21.02.2022