Stürmer stänkert

Gegen Kostic und Hinteregger: Füllkrugs Privatduell mit der Eintracht

Niklas Füllkrug stand während und nach der Partie im Mittelpunkt. Foto: Imago

Auf dem Platz wirkte Niklas Füllkrug nur gut zehn Minuten für Werder Bremen beim 2:1-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt mit. Im Mittelpunkt stand der Angreifer aber dennoch mehrmals.

Es läuft die 59. Minute, als die Frankfurter Filip Kostic und Amin Younes zum zweiten Eckball in Folge ausholen wollen, da fängt Werder-Stürmer Niklas Füllkrug, der sich hinter der Torauslinie mit seinem Mitspielern warmmachte, plötzlich an gegen den Serben zu stänkern, wie über die Außenmikrofone gut zu hören ist. "Guck' doch nicht so! Was ist los mit dir? Was guckst du mich so an? Meine Fresse, was denkst du wer du bist?", ging Füllkrug Kostic verbal an und warf dezent wohl noch ein weiteres, unschönes Wort hinterher. Younes entgegnete zwischendurch ein "Halt' die Klappe", während sich Kostic unbeeindruckt zeigte.

Hütter: "Ist ja kein Schachspiel"

Deutlich mehr Wirkung hatte Füllkrugs Treffer nach der Partie. Auf dem Weg in die Kabine griff der 28-Jährige Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger an den Hals, das ließ sich der Österreicher allerdings nicht gefallen und entzog sich dem Griff und schubste den Bremer vehement von sich. Hinteregger Mitspieler Timothy Chandler ging im Anschluss noch beherzt dazwischen, um Schlimmeres zu verhindern. Schon während des Spiels duellierten sich auch die beiden Trainer Adi Hütter, der zwischenzeitlich auch vom Schiedsrichter verwarnt wurde, und Florian Kohfeldt verbal. Frankfurts Coach sagte nach der Partie: "Das gehört zum Fußball dazu. Es ist ja kein Schachspiel, keine Oper, kein Konzert." Unschöne Szenen waren es dennoch.

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Benjamin Heinrich  
27.02.2021

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