Drei Teams noch blank

Mit-Köpfchen-Tabelle der Bundesliga: VfB führt vor 1.FC Köln

Der VfB übt eine starke Lufthoheit aus. Foto: Getty Images
Der VfB übt eine starke Lufthoheit aus. Foto: Getty Images

Die Bedeutung von Standardsituationen hat im modernen Fußball deutlich zugenommen. Nach ruhendem Ball ist besonders die Stärke in der Luft gefragt. Kopfballduelle für sich zu entscheiden, kann gerade in engen Partien wichtige Unterschiede ausmachen. Für den VfB Stuttgart ist es aktuell ein wichtiges Erfolgsrezept.

Die Schwaben haben nach sieben Spieltagen schon fünf Kopfballtore erzielt und führen damit die Bundesliga an. Zum Vergleich: Neun Klubs, also die halbe Bundesliga, haben bisher noch gar nicht oder nur einmal per Kopfball getroffen. Bemerkenswert ist es beim VfB nicht zuletzt, weil in Sasa Kalajdzic der Sturm-Turm fehlt. Der 24-Jährige verletzte sich bei seinem einzigen Saisonspiel gegen RB Leipzig an der Schulter. In der vergangenen Spielzeit hatte der Österreicher acht seiner 16 Treffer im Stuttgart-Trikot mit dem Kopf erzielt.

Kempf läge alleine auf Rang drei

Kalajdzic wird dieser Tage also bestens vertreten. Dabei tut sich vor allem Innenverteidiger Marc Oliver Kempf hervor, der bereits dreimal einnicken konnte und so beim VfB die interne Torschützenliste anführt. Der 26-Jährige hat alleine mehr Kopfballtreffer gesammelt als 14 Bundesligisten insgesamt. Der SC Freiburg und die TSG Hoffenheim kommen als Teams auf ebenfalls drei Treffer mit dem Haupt, nur der 1.FC Köln kann die Marke von Kempf überbieten. Wenig überraschend liegt Stuttgart auch vorne, wenn es um die Anteile der Kopfballtore an der Gesamtzahl aller Saisontreffer geht. Über 41 Prozent aller Tore der Schwaben sind an den ersten sieben Spieltagen per Kopfball erfolgt.

Bayern unter zehn Prozent

In dieser Hinsicht liegt Arminia Bielefeld auf Rang zwei, wobei die Ostwestfalen insgesamt erst drei Treffer erzielt haben. Köln folgt hier mit immer noch über 30 Prozent auf Platz drei. Wenig verwunderlich ist derweil auch, dass die gemeinhin als spielstärkste Mannschaften geltenden Teams vergleichsweise geringe Anteile an Kopfballtoren haben. Der FC Bayern landet als einziger Bundesligist (neben den drei Teams, die noch gar nicht per Kopf getroffen haben) bei einer Quote von unter 10 Prozent. Auch Klubs wie Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer Leverkusen oder Borussia Mönchengladbach treffen vergleichsweise seltener per Kopf.

Das Kopfballtor-Ranking der Bundesliga

16. FC Augsburg, 0 Kopfballtore von insgesamt 3 Saisontoren

= 16. FSV Mainz 05, 0 von 7

= 16. VfL Wolfsburg, 0 von 9

10. Arminia Bielefeld, 1 von 3, Anteil von 33,33 Prozent

= 10. VfL Bochum, 1 von 4, 25 Prozent

= 10. Eintracht Frankfurt, 1 von 8, 12,5 Prozent

= 10. SpVgg Greuther Fürth, 1 von 5, 20 Prozent

= 10. Hertha BSC, 1 von 8, 12,5 Prozent

= 10. Borussia Mönchengladbach, 1 von 9, 11,11 Prozent

5. FC Bayern, 2 von 24, 8,33 Prozent

= 5. Union Berlin, 2 von 10, 20 Prozent

= 5. Borussia Dortmund, 2 von 19, 10,5 Prozent

= 5. RB Leipzig, 2 von 15, 13,33 Prozent

= 5. Bayer Leverkusen, 2 von 20, 10 Prozent

3. SC Freiburg, 3 von 11, 27,27 Prozent

= 3. TSG Hoffenheim, 3 von 12, 25 Prozent

2. 1.FC Köln, 4 von 13, 30,77 Prozent

1. VfB Stuttgart, 5 von 12, 41,67 Prozent

(Angaben via Transfermarkt)

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Lars Pollmann  
13.10.2021