Stuttgart auf Jugendkurs

Mislintat: "Wir sind die perfekte Plattform"

Mislintat dirigiert den Jugendkurs des VfB. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Mislintat dirigiert den Jugendkurs des VfB. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Der VfB Stuttgart ist nach einem Jahr zurück in der Bundesliga. Die Schwaben setzen dabei konsequent auf einen Jugendkurs, bringen viele Talente ohne große Erfahrung mit in die Saison. Sven Mislintat erklärt die Strategie.

Grundsätzlich sei der VfB auch bereit, Spieler aus dem mittleren Alterssegment zu verpflichten, also Kicker, die nicht mehr blutjung, aber auch noch nicht auf höchstem Niveau erfahren sind. "In der Regel ist  aber unser Ziel bei allen Transfers zumindest die Möglichkeit zu haben, Gewinne zu generieren", so Mislintat gegenüber Sport Bild. Dafür investiert der Klub selbst durchaus offensiv in Talente auf dem Transfermarkt, setzt daneben auf die seit Jahren gelobte eigene Jugendarbeit. Als leuchtende Beispiele gelten aktuell so Silas Wamangituka, voriges Jahr für viel Geld von Paris FC gekommen, und Eigengewächs Lilian Egloff.

"60 000 Zuschauer bei einem absoluten Traditionsklub"

"Ohne Corona-Restriktionen normalerweise mit 60 000 Zuschauern bei einem absoluten Traditionsklub, zurück in der ersten Liga, sind wir die perfekte Plattform, um sie auf absolute Spitzenklubs vorzubereiten", benennt Mislintat den Markenkern des VfB Stuttgart in diesen Tagen. Egloff und Wamangituka, aber auch andere Talente seien bestens aufgehoben, wenn sie mit den Schwaben wachsen. Nach zwei Jahren in der Bundesliga, schätzt Mislintat, stehe dann eine Entscheidung an.

"Unter normalen Umständen nicht ihr letzter Klub"

Ob der vielzitierte nächste Schritt mit dem VfB möglich sein kann, "wird von unserer finanziellen und sportlichen Entwicklung als Klub abhängen", so der Sportdirektor. Klar sei freilich, dass die absoluten Top-Talente in Stuttgart nicht ihr Karriereende planen. "Wir wissen natürlich, dass wir unter normalen Umständen nicht der letzte Klub sein werden, für den sie spielen werden", sagt Mislintat. Damit geht es dem VfB nicht anders als seinen Mitbewerben auf dem Markt der Top-Nachwuchsspieler.

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Lars Pollmann  
19.08.2020