Gonzalez das große Fragezeichen

Mislintat: "Wenn es heute aufhören würde, wären wir sehr zufrieden"

Mislintat hat seinen Wunschkader weitgehend beisammen. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
Mislintat hat seinen Wunschkader weitgehend beisammen. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Der VfB Stuttgart hat am Montag den Trainingsbetrieb aufgenommen. Der Aufsteiger ging dabei mit nur zwei wirklich neuen Gesichtern ans Werk, dennoch ist Sven Mislintat nicht zu Unrecht zufrieden mit der bisher auf dem Transfermarkt geleisteten Arbeit.

Waldemar Anton und Konstantinos Mavropanos heißen die beiden Spieler, die erstmals auf dem Platz des VfB standen. Hinzu kommen mit Wataru Endo, Gregor Kobel und Pascal Stenzel drei zuvor geliehen Profis, die nun fest dem Aufgebot angehören und Erik Thommy, der seinerseits an Fortuna Düsseldorf geliehen war. "Wenn es heute aufhören würde, wenn keine Spieler mehr attackiert werden könnte, dann wären wir sehr zufrieden. Dann hätten wir einen guten Job gemacht", so Mislintat gegenüber dem SWR.

"Kein Stress mit 30 Spielern"

Für einen Aufsteiger könne sich der Kader zum jetzigen Zeitpunkt sehen lassen, meint der Sportdirektor. Freilich wisse er, dass es wohl kaum das finale Aufgebot sei, das Cheftrainer Pellegrino Matarazzo am Montag auf dem Feld begrüßte. Es ist dem VfB durchaus recht, wenn der ein oder andere Spieler noch geht, weil die Trainingsgruppe noch ziemlich groß ist. "Wir hätten aber auch keinen Stress damit, mit 30 Spielern rein zu gehen, weil die Saison extrem eng getaktet ist und wir sehr viele junge Spieler haben", meint Mislintat.

Mögliche "Win-Win-Win-Situation" bei Gonzalez

Das ganz große Fragezeichen bleibt natürlich die Zukunft von Nicolas Gonzalez. Der Angreifer hat seinen Wechselwunsch hinterlegt, was Mislintat ihm nicht vorhält. "Das Gute ist: Wir haben drei Jahre Vertrag, keine Klausel, es gibt eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten oder die Gewinnsituation, dass er bei uns bleibt." Wirklich mit einem Verbleib zu rechnen scheint der Sportdirektor aber nicht. Wenn ein zahlungskräftiger Top-Klub anklopft, "muss man wissen, wer man ist", formuliert Mislintat. Alsdann gehe es um eine finanzielle Einigung und die Frage nach Ersatz. "Und dann machen wir einfach unseren Job."

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Lars Pollmann  
04.08.2020