BVB-Sieg über VfB

Mislintat scherzt: Kobel verstieß gegen Abschieds-Absprache

Kobel überzeugte auch gegen die alten Kollegen. Foto: Getty Images
Kobel überzeugte auch gegen die alten Kollegen. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund konnte sich am Samstag einmal mehr auf Gregor Kobel verlassen. Zwar hielt der Schlussmann seinen Kasten nicht sauber, das gelang ihm über 90 Minuten in der laufenden Saison erst einmal. Doch war der Schweizer gegen den VfB Stuttgart zur Stelle, wann immer er eingreifen konnte.

Im Duell mit seinem Ex-Klub behielt Kobel so die Oberhand. Und verstieß gegen eine Abmachung, die er mit Sven Mislintat getroffen hatte. "Ich hatte mit Gregor bei seinem Abschied vereinbart, dass er gegen uns dann nur normal hält – das hat er leider nicht eingehalten", zitieren die Stuttgarter Nachrichten den schmunzelnden Sportdirektor. "Wenn ich dich da hingehen lasse, dann nur, wenn du gegen uns nur eine normale Leistung bringst", hatte Mislintat Kobel auf den Weg gegeben.

"Beim BVB schon internationale Klasse"

Natürlich gab es eine solche Absprache nicht ernsthaft, und hatte Stuttgart keinerlei Erwartung, der BVB-Keeper könne aus alter Verbundenheit ein oder zwei Schüsse mehr ins Netz lassen. Gewissermaßen ist wohl auch ein bisschen stolz dabei, wenn Mislintat über Kobel spricht. Immerhin wurde der Keeper beim VfB vom Talent zum Leistungsträger, der auch für Dortmund interessant wurde. 15 Millionen Euro flossen dem Vernehmen nach. Sie sind gut angelegtes Geld, meint Mislintat: "Wenn du wie Gregor beim BVB schon internationale Klasse bist, dann gehörst du irgendwie auch schon dazu zur Weltklasse."

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Lars Pollmann  
24.11.2021