Tedesco-Nachfolger

Mintzlaff: "Mit Rose hat es keine fünf Sekunden gedauert"

Oliver Mintzlaff (Foto) hat Marco Rose als neuen Cheftrainer von RB Leipzig gewonnen. Foto: Getty Images.
Oliver Mintzlaff (Foto) hat Marco Rose als neuen Cheftrainer von RB Leipzig gewonnen. Foto: Getty Images.

RB Leipzig hat wie erwartet Marco Rose als neuen Cheftrainer präsentiert. Laut Oliver Mintzlaff fiel die Entscheidung spontan, aber schnell.

Vor dem Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund erlebt RB Leipzig intensive Tage. Am Dienstag verloren die Sachsen mit 1:4 gegen Schachtar Donezk, am Mittwoch erfolgte die Trennung von Domenico Tedesco und am Donnerstag die Präsentation von Marco Rose als neuer Cheftrainer. Laut Geschäftsführer Oliver Mintzlaff war das Aus von Tedesco allerdings kein Schnellschuss: "Wir haben schon am Ende der Rückrunde gespürt, dass das nicht die Entwicklung ist, die wir uns wünschen. Attraktivität, Dynamik, Selbstbewusstsein haben uns gefehlt. Dieser Trend hat sich fortgesetzt im Supercup, der Bundesliga und in der Champions League. Deswegen haben wir zu diesem Zeitpunkt die Entscheidung getroffen", so Mintzlaff auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

"Wir wissen, dass es wenig bis gar keine Vorbereitung gibt"

Umso spontaner sei die Einigung mit Rose zustande gekommen, der in der vergangenen Saison bei Borussia Dortmund tätig war. "Als wir mit Marco Rose nachts nach dem Champions-League-Spiel telefoniert haben, hat es keine fünf Sekunden gedauert und Marco hat gesagt: ‚Wenn Verantwortung übernommen werden muss, bin ich jetzt da'", berichtete Mintzlaff, der weiß, unter welchen Umständen der neue Coach startet: "Wir wissen, dass es wenig bis gar keine Vorbereitung gibt, die Länderspielpause bringt es mit sich, dass nur noch ein Rumpfkader da ist. Aber wir freuen uns sehr." Nach dem Kräftemessen mit dem BVB am Wochenende warten gleich Real Madrid und Borussia Mönchengladbach auf die Roten Bullen, insofern wartet auf Rose ein intensives Auftaktprogramm.

Florian Bajus  
08.09.2022