Kritik nach Ausscheiden

Michael Rummenigge: "BVB offenbart ein Qualitätsproblem"

Der BVB scheitert in der Gruppenphase der Champions League.
Der BVB scheitert in der Gruppenphase der Champions League. Foto: Octavio Passos/Getty Images

Borussia Dortmund verliert in der Champions League mit 1:3 gegen Sporting Lissabon und scheidet damit aus der Königsklasse aus. Ex-BVB-Profi Michael Rummenigge geht mit den Schwarzgelben hart ins Gericht.

Die Enttäuschung rund um Borussia Dortmund ist nach dem Auftritt vom Mittwochabend groß. Nach der Niederlage gegen Sporting Lissabon steht bereits fest, dass es für die Westfalen nicht ins Achtelfinale der Champions League geht, sondern in die Europa League. Der "BVB offenbart ein Qualitätsproblem – und auch das Herzblut hat gefehlt", tituliert Michael Rummenigge in einer Kolumne für den kicker.

"Ein ganz herber Schlag ins Kontor"

Der 57-Jährige schreibt: "Das erste Saisonziel hat der BVB mit dem Aus in der Champions-League- Gruppenphase in den Sand gesetzt. Eine bittere Erkenntnis, schließlich zählt Sporting Lissabon nicht zu Europas Top- Kategorie. Sportlich, aber in Corona-Zeiten gerade auch finanziell, ist das ein ganz herber Schlag ins Kontor." Da Stars wie Mats Hummels, Raphael Guerreiro und Erling Haaland fehlten, dafür Nico Schulz und Reinier in der Startelf standen, "zeigte sich leider ein ganz klares Qualitätsproblem", befindet Rummenigge.

"Das Herzblut hat gefehlt"

Der Ex-Profi, der zwischen 1988 und 1993 für den BVB auflief, meint: "Vorm 0:1 hätte Schulz den Ball ganz einfach mit rechts wegschlagen können, stattdessen legt er ihn mit links noch mehr oder weniger dem Gegner vor. Solche Fehler darfst du dir nicht mal in der Kreisklasse leisten." Rummenigge hat seinem Empfinden nach "auch das Herzblut gefehlt bei den Schwarz-Gelben. Dabei war die gewaltige Bedeutung dieses Spiels doch jedem klar", setzt er fort. Bei Borussia Dortmund ist man angesichts der Leistung frustriert. Cheftrainer Marco Rose erklärte vor dem Spiel noch, dass unbedingt auf Sieg gespielt wird. Das ist den Dortmundern offensichtlich nicht gelungen.

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Adrian Kuehnel  
25.11.2021