Tranche verspätet

Medien: Windhorst will Investitionen in den Kader

Windhorst will wohl so schnell wie möglich nach Europa. Foto: Imago
Windhorst will wohl so schnell wie möglich nach Europa. Foto: Imago

Bei Hertha BSC geht es seit einigen Tagen weniger um die sportlichen Belange als um die Frage, warum die nächste Tranche von Investor Lars Windhorst verspätet fließt. Eigentlich sollten 100 Millionen Euro bis Ende Oktober eingehen, neues Zahlungsziel ist das Ende des Geschäftsjahres im Juni. Beim Zögern des Investors geht es wohl auch um die Verwendung seiner Gelder.

Wie Sport Bild berichtet, möchte Windhorst mit seinen Millionen eine Verstärkung des Kaders ermöglichen. Das erklärte Ziel, mit dem 'Big City Club' Hertha BSC in den europäischen Wettbewerb einzuziehen, steht dabei wohl im Vordergrund. Die Verantwortlichen bei der Alten Dame jedoch planen konservativer. Dem Vernehmen nach sollte die Tranche vor allem dabei helfen, Altlasten abzubauen und gegen weitere Einnahme-Ausfälle in der Corona-Pandemie absichern. Einen Kaufrausch im Winter-Transferfenster hat Michael Preetz als Sportchef schon ausgeschlossen.

Keine vertragliche Zweckbindung der Mittel

Mit seinem Zögern und dem Ausbleiben einer konkreten öffentlichen Erklärung übt Windhorst dem Bericht zufolge Druck auf Hertha BSC aus. Allerdings sitzt der Klub am längeren Hebel, weil in den Vereinbarungen zwischen dem Bundesligisten und Windhorsts Firma Tennor keinerlei Zweckbindung vorgesehen ist. Im Prinzip kann Hertha mit den Millionen anstellen, was die Verantwortlichen für richtig halten, der Investor erhält lediglich mehr Anteile an der Profiabteilung. Strukturell sichert sich Windhorst, wie das Magazin erinnert, nur wenig unmittelbaren Einfluss auf die Entscheidungen bei Hertha BSC.

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Lars Pollmann  
11.11.2020