Neuer Ajax-Coach

Medien: Werder dachte nach Anfang-Aus auch an Schreuder

Schreuder hätte bei Bremen unterkommen können. Foto: Getty Images
Schreuder hätte bei Bremen unterkommen können. Foto: Getty Images

Alfred Schreuder übernimmt in knapp drei Wochen einen der prestigeträchtigsten Jobs im niederländischen Klubfußball. Als Nachfolger von Erik ten Hag, den es zu Manchester United zieht, wird er Chefcoach bei Ajax. Es hat offenbar nicht viel gefehlt, und der 49-Jährige stünde heute bei Werder Bremen unter Vertrag.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, stellte Schreuder nach dem unrühmlichen Abgang von Markus Anfang infolge seiner Impfpassfälschung im November die Alternative der Hanseaten zu Ole Werner dar. Es habe ernsthafte Gespräche mit dem Glatzkopf gegeben, der seinerzeit auf Klubsuche war, nachdem er als Assistent von Ronald Koeman gemeinsam mit dem Chefcoach beim FC Barcelona gehen musste. Andere Kandidaten seien intern zwar durchgespielt worden, aber nie wirklich in Betracht gezogen worden, heißt es.

Werner die inhaltlich noch naheliegendere Lösung

Für Schreuder hätte seinerzeit die Erfahrung aus seinen diversen Stationen gesprochen. Dass er womöglich eine gute Wahl gewesen wäre, lässt sich spätestens nach dem Engagement beim FC Brügge sagen, den er im Januar übernahm und prompt zur Meisterschaft führte. Letztlich entschieden sich die Verantwortlichen von Werder aber für die inhaltlich noch naheliegendere Lösung namens Werner. Dass dessen Spielstil zu dem passen würde, was Anfang in Bremen eingeleitet hatte, war eine nachvollziehbare Sichtweise. Unter anderem überlappten die beiden Trainer bei Holstein Kiel, Werner im Nachwuchs-, Anfang im Profibereich. Letzten Endes können alle Parteien mit dem Lauf der Dinge gut leben: Werder hat unter Werner den Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft, Schreuder feierte einen Titelgewinn und erfüllt sich jetzt den Traum vom Chefcoach-Posten bei Ajax.

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Lars Pollmann  
06.06.2022