Punkte für Gladbach

Medien: VfL Bochum wird nicht gegen Spielwertung vorgehen

Bochum akzeptiert die Niederlage am Grünen Tisch scheinbar. Foto: Getty Images
Bochum akzeptiert die Niederlage am Grünen Tisch scheinbar. Foto: Getty Images

Das Sportgericht des DFB hat am Donnerstag erwartungsgemäß eine Spielwertung der abgebrochenen Bundesliga-Partie zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach zugunsten der Gäste bekanntgegeben. Nach einem Becherwurf an den Kopf von Schiedsrichterassistent Christian Gittelmann aus dem Zuschauerraum war das Spiel beim Stand von 2:0 für die Fohlen vorzeitig beendet worden.

Auch wenn Gladbach zum Zeitpunkt des Abbruchs hinten gelegen hätte, wäre das Spiel mit diesem Ergebnis für das Team gewertet worden, weil Bochum im Sinne der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB für das Fehlverhalten der Zuschauer zur Rechenschaft gezogen wird. Eine offizielle Stellungnahme des Aufsteigers gab es in unmittelbarer Folge der Verkündung durch den Verband am Donnerstag nicht. Wie die WAZ berichtet, soll es aber im Laufe des Tages noch eine Mitteilung geben.

VfL wird Urteil wohl akzeptieren 

Deren Inhalt sei in den wesentlichen Zügen bereits vorherzusehen, schreibt die Regionalzeitung. Demnach wird der VfL Bochum das Urteil nicht anfechten. Am Mittwoch hatte der Klub noch über Anwalt Horst Kletke in der Bild-Zeitung ein Wiederholungsspiel gefordert, weil den Verein keine Schuld an der Straftat eines einzelnen Zuschauers treffe. Die Erfolgsaussichten dieser Argumentation waren aber bereits vor der offiziellen Bekanntmachung des Urteils einen Tag später äußerst gering gewesen.

Weitere Strafen offen

Beobachter gingen dabei davon aus, es könne sich um eine Taktik des VfL halten, um die Strafe möglichst gering ausfallen zu lassen. Welche Sanktionen Bochum genau drohen, blieb am Donnerstag derweil noch offen. Die Spielwertung stellte das erste Urteil in dieser Angelegenheit dar, über weitere Strafen "wird das DFB-Sportgericht nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss zu einem späteren Zeitpunkt gesondert entscheiden", wie der Verband am Donnerstag mitteilte.

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Lars Pollmann  
24.03.2022