Plakat gegen Kahn und Hainer

Medien: Umstrittenes Katar-Sponsoring bringt Bayern 17 Mio. jährlich

Der Ärmel macht Ärger. Foto: Getty Images
Der Ärmel macht Ärger. Foto: Getty Images

Beim FC Bayern könnten viele Dinge zurzeit kaum besser laufen. Der Rekordmeister hat Kurs auf den zehnten Titel in Serie genommen, dominiert in der Champions League nach Belieben. Das Aus im DFB-Pokal können die Münchner wohl verschmerzen. Außersportliche Themen sorgen aber für Nebengeräusche. Einmal mehr geht es um das Thema Katar.

Beim Sieg im Spitzenspiel über den SC Freiburg am Samstag zeigte die politisch stets engagierte Südkurve des FC Bayern ein Plakat mit der Aufschrift: "Für Geld waschen wir alles rein" (fussball.news berichtete). Darauf waren auch Karikaturen von den Klub-Bossen Oliver Kahn und Herbert Hainer zu sehen, wie sie blutverschmierte Kleidung mit der Aufschrift "Qatar Airways" in den Händen halten und sich auf der Waschmaschine im Hintergrund Geldbündel stapeln. Qatar Airways ist der Ärmelsponsor der Münchner.

Antrag zur Jahreshauptversammlung

Die Fluggesellschaft zahlt dem FC Bayern laut eines Berichts der Bild-Zeitung im aktuell bis 2023 laufenden Vertrag pro Jahr 17 Millionen Euro. Dem Boulevardblatt zufolge stehen Gespräche über eine Verlängerung des Deals an. Engagierte Fans wollen dies unbedingt verhindern. Bei der Jahreshauptversammlung am 25. November steht ein von Anhängern eingebrachter Antrag zur Debatte, mit dem Sponsoring durch den Golfstaat künftig ausgeschlossen sein soll. Explizit ausgeschlossen wären dabei die Trainingslager des FC Bayern, die als Möglichkeit zur Kommunikation mit Katar erhalten bleiben sollen. Die Menschenrechtslage im WM-Gastgeberland ist seit Jahren immer wieder ein Streitthema im Fußball. Nun ist der FC Bayern einmal mehr als akuter Brandherd auffällig geworden.

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Lars Pollmann  
09.11.2021