Mehr Freiheiten für Investoren?

Medien: UEFA debattiert über "Deregulierung" des Financial Fairplay

Aleksander Ceferin ist seit September 2016 UEFA-Präsident. Foto: Imago
Aleksander Ceferin ist seit September 2016 UEFA-Präsident. Foto: Imago

Im Zuge der finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise will die UEFA das Financial-Fairplay-System überarbeiten. Offenbar erwägt der Verband, Investoren deutlich mehr Handlungsspielraum zu geben.

Das berichtet der kicker. Demnach liegt dem Fachmagazin ein Schaubild der DFL mit dem Titel "UEFA FFP: Erstvorschlag Deregulierung" vor. Dem Vorschlag zufolge solle eine "Liberalisierung von Investoren" ermöglicht werden. Bisher dürfen Investoren Verluste von bis zu 30 Millionen Euro ausgleichen, diese Obergrenze könnte in Zukunft aufgehoben werden. Diesbezüglich zitiert der kicker den folgenden Passus: "Investoren-finanzierte Gesamtkosten wären unlimitiert. Klubs mit Investoren ohne Renditeerwartung würden profitieren."

Investoren könnten Vereine unbegrenzt fördern

Konkret würde dies bedeuten, dass Einzelpersonen wie Roman Abramowitsch beim FC Chelsea oder Katars Investment-Sparte Qatar Holding, die Paris St. Germain im Mai 2011 übernommen hat, unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stellen dürften. Eine Entscheidung über die Zukunft des Financial Fairplay ist laut der DFL aber noch nicht gefallen: "Die UEFA sucht in Absprache mit allen relevanten Interessengruppen und unter Berücksichtigung der sich entwickelnden Umstände ständig nach Möglichkeiten, FFP zu verbessern. Aber es gibt derzeit keine Entscheidungen oder irgendwelche Ankündigungen", wird der Verband zitiert.

Florian Bajus  
28.03.2021

Feed