Kaderplanung geht voran

Medien: Thiaw auf Schalke nicht unumstritten - vor Verkauf?

Thiaw könnte Schalke finanzielle Spielräume öffnen. Foto: Getty Images
Thiaw könnte Schalke finanzielle Spielräume öffnen. Foto: Getty Images

Der FC Schalke 04 hat am Samstagabend seinen Matchball verwandelt und den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft. Nun soll der Schritt auch als Zweitliga-Meister gelingen, ab Montag dürfte dann die Kaderplanung in den Vordergrund rücken. Klar scheint, dass große Sprünge nur mit Verkäufen möglich wären. Ein potenzieller Kandidat heißt wohl Malick Thiaw.

Bekanntlich gab es bereits im Januar reges Interesse der AC Mailand am Verteidiger, den das Portal Transfermarkt seit einigen Monaten als wertvollsten Profi der 2. Bundesliga führt. Ein Verkauf des 20-Jährigen würde den Königsblauen womöglich genug Geld verschaffen, um nach den bereits feststehenden Verpflichtungen von Thomas Ouwejan, Marvin Pieringer und Rodrigo Zalazar auch Ko Itakura zu halten. Der Japaner gilt vielen Beobachtern als der absolute Schlüsselspieler im System Schalke, er würde aber eine sehr hohe Ablöse kosten.

Itakura kostet aktuell 5,5 Millionen Euro

Laut eines Berichts der WAZ ist der Preis vom Wechselkurs zwischen Euro und Pfund abhängig, Itakura steht ab 01. Juli planmäßig wieder bei Manchester City unter Vertrag. Aktuell würden demnach circa 5,5 Millionen Euro fällig, die sich S04 eher nicht leisten könne, ohne einen werthaltigen Verkauf zu realisieren. Erste Anwärter wären die beiden derzeit verliehenen Topverdiener Amine Harit und Ozan Kabak, mit deren endgültigem Abschied aber nicht seriös geplant werden kann. Drum rückt Thiaw in den Mittelpunkt, zumal der U21-Nationalspieler auf Schalke nicht unumstritten sein soll, wie die Regionalzeitung berichtet.

Unter Büskens nicht gesetzt

In der Spätphase der laufenden Saison unter Aufstiegstrainer Mike Büskens hatte Thiaw keinen festen Stammplatz mehr inne, zuletzt saß er zweimal in Folge über die volle Spieldauer auf der Bank. Ob der gebürtige Düsseldorfer dem Team in der Bundesliga Stabilität verleihen könnte, gilt offenbar für die Verantwortlichen als zumindest fragwürdig. Wenn die Entscheidung zwischen einem Verbleib von Thiaw oder einer festen Verpflichtung von Itakura fallen müsste, würde das Pendel wohl in Richtung des Japaners ausschlagen. Freilich wird da auch der neue Chefcoach der Königsblauen ein Wörtchen mitreden wollen, sofern Schalke ihn nicht vor vollendete Tatsachen stellt.

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Lars Pollmann  
11.05.2022