Wegen Zwayer-Aussagen

Medien: Strafanzeige gegen Bellingham und Gräfe gestellt

Bellingham sorgte mit seinen Aussagen für Wirbel. Foto: Getty Images
Bellingham sorgte mit seinen Aussagen für Wirbel. Foto: Getty Images

Die Emotionen kochten am Samstagabend bei Borussia Dortmund. Die Schwarzgelben fühlten sich von Schiedsrichter Felix Zwayer im Spitzenspiel gegen den FC Bayern entscheidend benachteiligt. Die Gäule gingen vor allem bei Jude Bellingham durch.

Der 18-Jährige erinnerte in einem TV-Interview daran, dass Zwayer im Zuge des Hoyzer-Skandals, der 2005 bekannt wurde, Geld angenommen hatte, um ein Spiel zugunsten des SV Wuppertal zu beeinflussen (fussball.news berichtete). Dass dem Engländer dafür ein sportrechtliches Nachspiel drohen dürfte, liegt auf der Hand. Es könnte aber noch krasser kommen. Wie die Bild-Zeitung am Sonntag exklusiv berichtet, hat Schiedsrichter-Beobachter Marco Haase Strafanzeige gegen Bellingham gestellt.

Anzeige auch gegen Gräfe

Demnach geht es um die Strafbestände der Beleidigung, Nachrede und Verleumdung. Der Vorwurf richtet sich nicht allein an den BVB-Mittelfeldmann, sondern auch an Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe. Der im Sommer wegen seines Alters ausgeschiedene Referee hatte in Medien wiederholt an das Vergehen von Zwayer erinnert, für das der Berliner Schiedsrichter vom DFB einst heimlich für sechs Monate gesperrt worden war. In der Strafanzeige wird Gräfe wohl vorgeworfen, Bellingham den Floh ins Ohr gesetzt zu haben. Der Teenager habe "diese Äußerung aus Lebenserfahrung nicht getan haben" können, zitiert das Boulevardblatt aus der Anzeige. Das Thema dürfte also noch für einigen Wirbel sorgen.

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Lars Pollmann  
05.12.2021