Nach Pleite in Watford

Beschlossene Sache: ManUnited trennt sich von Solskjaer

Solskjaer muss sich wohl verabschieden. Foto: Getty Images
Solskjaer muss sich wohl verabschieden. Foto: Getty Images

Die Krise von Manchester United in der Premier League hat sich am Samstag durch ein 1:4 bei Aufsteiger Watford verstärkt. Nun gibt es personelle Konsequenzen. Ole Gunnar Solskjaer ist nicht mehr Chefcoach des Rekordmeisters.

Dies berichteten in der Nacht auf Sonntag verschiedene Medien von der Insel, am Vormittag kam die offizielle Bestätigung seitens der Red Devils. Bereits am Abend fanden die entscheidenden Krisengespräche statt. Es soll nur noch um die Details der Entlassung des Norwegers gegangen sein, etwa um die Ausgestaltung seiner Abfindung und das mediale Statement. Solskjaer stand eigentlich noch bis 2024 unter Vertrag, seine Position war aber durch einige hohe Niederlagen in den vergangenen Wochen unter Beschuss geraten.

Kein Titel unter Solskjaer

Der Held des Champions-League-Triumphs über den FC Bayern im Jahr 1999 hatte den Trainerposten im Dezember 2018 von Jose Mourinho übernommen, insgesamt 168 Pflichtspiele von der Seitenlinie begleitet. Einen Titel hat ManUnited in dieser Zeit nicht gewonnen, Solskjaer führte die Red Devils aber immerhin zweimal in die Königsklasse. In der Vorsaison verlor das Team das Finale der Europa League gegen den FC Villarreal in dramatischen Umständen nach Elfmeterschießen.

Zidane als Nachfolger?

Spekulationen über eine Trennung von Solskjaer hielten sich zuletzt bereits hartnäckig, schon lange werden auch potenzielle Nachfolger diskutiert. Als ein möglicher Favorit gilt dabei Zinedine Zidane, der nach seinem Ausscheiden bei Real Madrid auf eine neue Aufgabe wartet. Zuletzt war auch der Name Brendan Rodgers von Leicester City immer wieder ein Thema. Nach der nun feststehenden Trennung wird allerdings zunächst der bisherige Assistent und Ex-Profi Michael Carrick übernehmen. Der aktuelle Spitzenreiter Manchester United trifft in der Champions League am Dienstagabend auf Villarreal, in Gruppe F ist noch alles offen.

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Lars Pollmann  
21.11.2021