200 Millionen Schulden

Medien: Schalke zu klamm für Berater-Provisionen

Leere Taschen beim FC Schalke. Foto: Imago
Leere Taschen beim FC Schalke. Foto: Imago

Der finanzielle Eiertanz geht beim FC Schalke auch in der nächsten Saison munter weiter. Sogar Spielerberater werden um Verzicht gebeten.

Der FC Schalke 04 kämpft momentan um jeden Euro. Die Corona-Krise zwingt die Blau-Weißen, die knapp 200 Millionen Euro Schulden angehäuft haben sollen, zu immer drastischeren Maßnahmen. Laut Bericht der Sport Bild sollen die Spieler weiterhin auf 15 Prozent ihrer Gehälter verzichten. Schalke würde dadurch monatlich rund 700 000 Euro einsparen. Die bisherige Vereinbarung – die Mannschaft verzichtete auf 15 Prozent, zudem wurden 15 Prozent gestundet – lief Ende Juni ab.

Auch Spielerberater sollen Abstriche erdulden

Wie schief die Lage des FC Schalke ist, lässt sich auch daran ablesen, dass der Verein Spielerberater gefragt hat, ob sie auf teile der Provisionen verzichten würden. Zur Erklärung: Es ist üblich, dass Berater eine Provision von Rund zehn Prozent der Spielergehälter erhalten. Diese Provision wird von Vereinen in zwei Raten gezahlt. Eine zu Beginn der Saison und eine zu Saisonende. Wie das Blatt weiter berichtet, haben einige Berater ihre zweite Rate - war im Juni fällig - noch nicht erhalten. Dabei handelt es sich um einen Gesamtbetrag von rund 2,5 Millionen Euro.

Nächste Rate schon bald fällig

So sollen der Technische Direktor Michael Reschke und dessen Assistent Rene Grotus einige Berater gefragt haben, ob sie auf fünf Prozent ihrer Provision verzichten können, was immerhin einen Gesamtbetrag von etwa 250 000 Euro ausmachen würde. Zudem ist auch die erste Rate für die Saison 2020/21 ist bald fällig. Deswegen können die 4,5 Millionen Euro Leih-Gebühr von Juventus Turin für Weston McKennie nicht in neue Spieler investiert werden. Der Verein muss zunächst finanzielle Löcher stopfen. 

 

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Stefan Buczko  
09.09.2020