Franzose kokettiert

Medien: Pavard 2023 definitiv weg von Bayern?

Pavard bestreitet mutmaßlich nur noch wenige Monate bei den Bayern. Foto: Getty Images
Pavard bestreitet mutmaßlich nur noch wenige Monate bei den Bayern. Foto: Getty Images

Die WM 2022 in Katar könnte mehr denn je zur Spielerbörse werden. Klubs, bei denen der Geldbeutel locker sitzt, haben die Chance, sich für den Rest der laufenden Saison mit Stars zu verstärken, die bei der Endrunde ihre Qualitäten nachweisen. Dieses Szenario ist bei Benjamin Pavard wohl eher schwer vorstellbar. Im Sommer aber werden sich die Wege des Abwehrmanns und des FC Bayern aber mit einiger Wahrscheinlichkeit trennen.

Entsprechende Andeutungen hatte der Weltmeister von 2018 zuletzt selbst in einem Interview mit der Zeitung L'Equipe gemacht. "Ich bin nicht dagegen, ein neues Projekt zu entdecken. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit. Warum nicht ein neues Land, eine neue Kultur entdecken?", erklärte Pavard. Wie der TV-Sender Sky berichtet, lancierte der 26-Jährige die Aussagen bewusst, um sich bei der WM ins sprichwörtliche Schaufenster zu stellen.

Dank Mazraoui und Stanisic obsolet?

Demnach ist die Haltung des FC Bayern in der Personalie Pavard auch bereits eindeutig gefunden: Bei einem passenden Angebot dürfe der Verteidiger den Klub definitiv verlassen, wobei von einem Abschied im Sommer auszugehen wäre. Möglich macht es unter anderem die Verpflichtung von Noussair Mazraoui vor der laufenden Saison, der Marokkaner kam zuletzt immer besser in Fahrt. Auch die kürzliche Vertragsverlängerung mit Josip Stanisic bietet dem Rekordmeister eine weitere wertvolle Option.

Verlängerung kein Thema

Eine Verlängerung des 2024 auslaufenden Kontrakts von Pavard selbst gilt nicht als relevantes Thema, so der Sender. Der 46-fache Nationalspieler Frankreichs dürfte im Falle eines Vereinswechsels auch darauf achten wollen, endlich dauerhaft auf seiner Lieblingsposition in der Abwehrzentrale spielen zu können. Dass seine Abschiedsgedanken für Unruhe sorgen, ist derweil nicht abzusehen. Unter der vergangenen Woche ordnete Cheftrainer Julian Nagelsmann die Lage um Pavard als "normal" und "nicht weiter dramatisch" ein. Das größte Interesse an einer Verpflichtung des Lockenkopfes soll es aus der zahlungskräftigen englischen Premier League geben.

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Lars Pollmann  
15.11.2022