Unruhe vorprogrammiert

Medien: Keine Vertragsgespräche mit Favre in der Hinrunde

Lucien Favre trainiert den BVB seit 2018. Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images
Lucien Favre trainiert den BVB seit 2018. Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Lucien Favres Arbeitspapier bei Borussia Dortmund läuft bis 2021. Der Schweizer wird in seine dritte Saison beim BVB ohne die Rückendeckung eines langfristigen Vertrags gehen.

Als "Lame Duck" wird im politischen System der Vereinigten Staaten ein Präsident oder anderer Politiker bezeichnet, der noch im Amt ist, aber nicht zu einer Wiederwahl antritt. Ähnlich scheint die Situation für Favre, dessen Kontrakt am Ende der Saison ausläuft. Es ist durchaus ungewöhnlich, dass ein Verein mit der Ambition, Deutscher Meister zu werden, in eine Spielzeit geht, ohne den Cheftrainer längerfristig an sich gebunden zu haben.

Keine Gespräche in 2020

Wie die Sport Bild berichtet, werde Borussia Dortmund ständige Nachfragen nach der Trainersituation über Juni 2021 hinaus zumindest im ersten Halbjahr der 2020/21-Kampagne in Kauf nehmen. So wollen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc während der Hinrunde keine Vertragsgespräche mit dem 62-Jährigen führen.

Favre muss liefern

Falls Favre eine vierte Saison beim BVB möchte, sollte er in seinem dritten Jahr mindestens einen Titel gewinnen. In der Bundesliga brauchen die Schwarzgelben dafür mehr Konstanz um den Abonnement-Meister FC Bayern vom Thron zu stoßen. Vom Trainer wird ebenfalls erwartet, dass seine Mannschaft besser in den Pokalwettebewerben performt. Zuletzt schied man in der Champions League (gegen PSG) sowie im DFB Pokal jeweils im Achtelfinale (gegen Werder Bremen) aus. 

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Stefan Buczko  
29.07.2020