Investitionspaket geboten

Medien: HSV-Treffen mit Kühne noch diesen Monat

Der HSV ist sportlich auf Kurs. Foto: Getty Images
Der HSV ist sportlich auf Kurs. Foto: Getty Images

Der Hamburger SV hat zuletzt ergebnistechnisch in der 2. Bundesliga in die Spur gefunden, feierte vier Zu-Null-Siege in fünf Partien. Weiterhin schwelen aber Themen außerhalb des sportlichen Kernbereichs. Unter anderem ist nach wie vor das Verhältnis zu Klaus-Michael Kühne zu klären, der mit einem Investitions-Angebot von 120 Millionen Euro mächtig Staub aufgewirbelt hat.

An diese auf den ersten Blick verheißungsvolle Offerte des Reederei-Milliardärs war ein ganzes Bündel an Forderungen geknüpft, bei deren Umsetzung der Gönner beim HSV eine kräftige Hausmacht aufgebaut hätte. Der Klub hat deshalb zunächst dankend abgelehnt. Doch Kühne hat mit einem weniger revolutionären Paket nachgelegt, über das die Verantwortlichen der Hanseaten näher mit ihm sprechen wollen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, ist der Termin nun für die zweite Hälfte des September fixiert worden.

HSV kann schwer 'Nein' sagen

In der kommenden Woche wolle sich das Präsidium abstimmen, wie man gegenüber Kühne auftreten wolle. Klar ist, dass der HSV angesichts seiner finanziellen Sorgen schwerlich auf das eklatante Investitionsvolumen verzichten kann. Klar ist aber auch, dass sich der Investor damit Einfluss sichern würde. Es gilt zu klären, wie hoch etwa die Anteile an der HSV-AG sein müssten, um Kühne zu überzeugen, ohne dass sich der Klub zu sehr von ihm abhängig machen würde.

Mitglieder müssten entscheiden

Mehr als anreißen lassen sich diese Themen übrigens noch nicht. Denn es wäre eine Kapitalerhöhung nötig, damit sich Kühne, der bisher 15,21 Prozent der HSV-Aktien besitzt, weitere Anteile aneignen kann. Der Entscheid darüber müsste durch die Mitgliederversammlung des Zweitligisten erfolgen. Dem Boulevardblatt zufolge prüft eine Kommission derzeit verschiedene Modelle, Ergebnisse sollen den Mitgliedern im Januar vorgelegt werden. Es handelt sich also mitnichten um ein Thema, das allzu bald aus den Schlagzeilen verschwinden dürfte.

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Lars Pollmann  
06.09.2022