Weniger Ausgaben statt mehr Einnahmen

Medien: FC Bayern will Gehaltsobergrenze für Spieler erwirken

Bis 2024 im Exekutivkomitee der UEFA: Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Imago
Bis 2024 im Exekutivkomitee der UEFA: Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Imago

Karl-Heinz Rummenigge plädiert in Interviews regelmäßig dafür, die Kosten im Profifußball zu reduzieren. Im Zuge dessen will der FC Bayern offenbar eine Gehaltsobergrenze für die Spieler erwirken.

Seit Jahren klagt Karl-Heinz Rummenigge über steigende Spielergehälter. Die horrenden Summen, die die Top-Klubs in Europa an ihre Profis zahlen, waren nicht zuletzt in den Verhandlungen mit David Alaba ein Knackpunkt. Beide Parteien konnten sich Medienberichten zufolge nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen, Alaba-Berater Pini Zahavi wurde sogar von Ehrenpräsident Uli Hoeneß verbal attackiert und als "geldgieriger Piranha" bezeichnet. 

FC Bayern will offenbar Gehaltsobergrenze einführen

Eine Möglichkeit, die Spielergehälter zu deckeln, wäre eine Gehaltsobergrenze. Über eine Einführung wird seit Jahren diskutiert, allerdings wäre diese mit einigen rechtlichen Fragen verbunden. Wie The Athletic erfahren haben will, will der FC Bayern mit Hilfe der Europäischen Union daran arbeiten, einen derartigen Salary Cap einzuführen. Damit wolle der deutsche Rekordmeister die Kosten für die Vereine senken. 

Rückstand auf internationale Konkurrenz wäre geringer

Wie berichtet wird, könnten sich die Münchner darüber hinaus einen Vorteil verschaffen. Einerseits würde der Verein weiter (und vermutlich größere) Gewinne einfahren, andererseits könnte man sich der europäischen Konkurrenz, die größtenteils Geld von mächtigen Investoren bezieht, womöglich wieder annähern, da diese die Top-Spieler nicht mehr mit extrem hoch dotierten Vertragsangeboten locken könnten.

Steigt der Einfluss des FC Bayern innerhalb der UEFA?

Behilflich sein könnte dabei, dass Rummenigge den Posten von Andrea Agnelli im Exekutivkomitee der UEFA übernommen hat. Zudem fungiert Dr. Michael Gerling, Direktor Recht des FC Bayern, ab sofort als Vizepräsident der europäischen Klubvereinigung ECA. Wie berichtet wird, könnte der Einfluss der Münchner, aber auch von Borussia Dortmund und Paris St. Germain steigen, sollten die europäischen Vereinswettbewerbe auch in Zukunft von der UEFA organisiert werden. Das Trio hatte sich gegen die vorerst wieder abgeblasene Super League positioniert. 

Florian Bajus  
21.04.2021