Mit Leverkusen zu Gast

Medien: FC Bayern nimmt Abstand von Bemühungen um Wirtz

Wirtz und Kimmich werden wohl keine Klub-Kollegen. Foto: Getty Images
Wirtz und Kimmich werden wohl keine Klub-Kollegen. Foto: Getty Images

Florian Wirtz spielt bei Bayer Leverkusen eine bemerkenswert starke Saison. Der Mittelfeldmann ist so auch ein großer Hoffnungsträger der Werkself hinsichtlich des Spiels beim FC Bayern am Samstag. Viele Beobachter glauben, dass der Nationalspieler da beim künftigen Arbeitgeber vorspielt. Ein zukünftiger Wechsel nach München wäre schließlich gewissermaßen standesgemäß.

Dass sich die Bayern mit der Personalie beschäftigt haben, etwa zur Zeit des heutigen Bundestrainers Hansi Flick auf der Trainerbank, ist kein großes Geheimnis. Aktuell soll der Rekordmeister laut Transferexperte Fabrizio Romano neben dem FC Barcelona und Real Madrid um Wirtz buhlen, wobei es aber nicht um einen Wechsel schon nach der laufenden Saison gehe (fussball.news berichtete). Wie die Münchner Abendzeitung nun aber vermeldet, nimmt der FC Bayern Abstand von den Bemühungen um einen Transfer von Wirtz.

Ablöseschlacht passt nicht ins Geschäftsmodell

Dabei gilt unter anderem die voraussichtliche Ablöse des Ausnahmetalents als prohibitiv. Es stehe zu erwarten, so das Lokalblatt, dass Wirtz noch teurer wird als Kai Havertz bei seinem Wechsel zum FC Chelsea. In Ablösesphären, die womöglich die Neunstelligkeit erreichen, will der FC Bayern demnach nicht mitmischen. Ein Wettbieten mit der internationalen Konkurrenz passt nicht (oder nicht mehr) ins Geschäftsmodell der Verantwortlichen, die vor allem den Fokus darauf legen, das vorhandene Spitzenpersonal beim FC Bayern zu halten, was oftmals mit verbesserten Verträgen zusammenhängt.

Wanner und Musiala gehört das Vertrauen

Neben der wirtschaftlichen Komponente nehme der Klub aber auch wegen Paul Wanner Abstand von Bemühungen um Wirtz, so das Blatt. Dem 16-Jährigen wird intern offenbar eine ähnliche Entwicklung zugetraut, wie sie der A-Nationalspieler in Leverkusen genommen hat. Sie soll auf keinen Fall gestört werden, indem ihm ein ein wenig älterer Spieler vor die Nase gesetzt wird. Mit Wanner und Jamal Musiala setze der Klub auf seine beiden eigenen Top-Teenies, sodass kein eklatanter Bedarf besteht, für Wirtz wirtschaftlich in die Vollen zu gehen. Es macht einen Abschied des 18-Jährigen ins Ausland wahrscheinlicher, 2023 könnte es zu einem internationalen Top-Klub gehen. Weniger Augen sind deshalb am Samstag freilich nicht auf den Bayer04-Star gerichtet.

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Lars Pollmann  
04.03.2022