Preisschraube dreht sich

Medien: DAZN-Preis verdoppelt sich auch für Bestandskunden

DAZN dreht kräftig an der Preisschraube. Foto: Getty Images
DAZN dreht kräftig an der Preisschraube. Foto: Getty Images

Der Streamingdienst DAZN wird kommenden Monat sechs Jahre alt. Seit der Gründung des Portals hat es zahlreiche Übertragungsrechte erworben, ist etwa dick im Bundesliga-Geschäft und hat exklusive Rechte an der Champions League in Deutschland. Für den Kunden wird das Angebot deshalb nun erheblich teurer.

Bereits im Januar hatte DAZN eine satte Preiserhöhung offiziell gemacht (fussball.news berichtete). Der Preis eines Jahres-Abonnements für Neukunden stieg seinerzeit von 149,99 Euro auf 274,99 Euro. Offen blieb seinerzeit, wie es für Bestandskunden weitergehen würde. Eine Preisgarantie gibt es nur bis Ende Juli 2022, also dem nun angebrochenen Monat. Laut der Bild-Zeitung herrscht nun Klarheit, wie teuer es für Bestandskunden wird. Demnach sollen die Preise für alle Nutzer des Streamingdienstes auf dem gleichen Niveau liegen.

Preise verdoppeln sich 

Das heißt: Wer sich nur monatlich an DAZN binden will, muss 29,99 Euro zahlen. Im Jahresabo werden 24,99 pro Monat fällig. Damit verdoppelt sich der bisherige Preis, denn Bestandskunden zahlten für das Jahresabonnement monatlich 12,50 Euro. Zudem wird dem Boulevardblatt zufolge die Option abgeschafft, mit einer Einmalzahlung einen Rabatt auf ein Jahresabo zu erzielen. Neben den exklusiven Übertragungsrechten wirbt DAZN bei den Kunden mit einigen Änderungen bei Übertragungen aus der Bundesliga und Champions League für die neuen Preise.

Bessere Auflösung und Sendung aus den Stadien

So werden Bundesliga-Spiele und ausgewählte Partien aus der Königsklasse künftig in höherer Auflösung produziert, zudem sollen die Übertragungen deutlich öfter vor Ort aus den Stadien erfolgen. Bislang hatte DAZN oftmals aus einem Studio in Ismaning gesendet. Ob diese Veränderungen eine eklatante Preiserhöhung rechtfertigen, muss jeder Kunde letztlich für sich selbst entscheiden. Die Plattform wird sich in den kommenden Tagen und Wochen an ihre Abonnenten wenden, die über die Preiserhöhung informiert werden müssen. In den sozialen Medien regte sich bereits am Freitag bisweilen deutlicher Unmut über das merkliche Drehen an der Preisschraube auch für Bestandskunden.

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Lars Pollmann  
01.07.2022