Borussia Dortmund

Medien: Bellingham-Familie bereitet Abschied vor

Bellingham wird den BVB mutmaßlich im Sommer verlassen. Foto: Getty Images
Bellingham wird den BVB mutmaßlich im Sommer verlassen. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund kann mit der bisherigen Saison nur leidlich zufrieden sein. Das Überwintern in der Champions League rettet eine schwache Bundesliga-Bilanz zwar durchaus ein Stück weit, die jüngsten Eindrücke vor der WM- und Winterpause aber sind extrem negativ. Bei den Niederlagen beim VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach ging auch Jude Bellingham mit den Schwarzgelben unter.

Neben Torhüter Gregor Kobel und Abwehrchef Mats Hummels war der Engländer in der bisherigen Saison ohne Frage der stärkste Dortmund-Profi, unter anderem führt er die interne Torschützenliste aus seiner Position im zentralen Mittelfeld an. Womöglich ließ sich der 19-jährige WM-Fahrer auch davon beflügeln, vor der Saison zum zweiten Stellvertreter von Kapitän Marco Reus bestimmt worden zu sein. Mit dieser Maßnahme allerdings hat sich Cheftrainer Edin Terzic vielleicht keinen so großen Gefallen getan. Denn Bellingham soll in der Kabine des BVB durchaus kritisch beäugt werden, wie Sport Bild berichtet. Die Wechselabsichten des Nationalspielers seien dabei ebenso Thema wie seine bisweilen abfällige Körpersprache.

Wechselwunsch nach der WM offiziell?

Dass nach der Transfersaga um Erling Haaland in der vergangenen Saison nun Bellingham für die Schlagzeilen in dieser Richtung sorgt, soll beim BVB längst für Unruhe sorgen, heißt es. Dabei wird während der Weltmeisterschaft in Katar offenbar die nächste Stufe im Plan der Familie Bellingham gezündet. Wie das Magazin berichtet, fordert sie konkrete Angebote der interessierten Top-Klubs ein, also etwa von Real Madrid sowie den englischen Spitzenvereinen FC Chelsea, FC Liverpool und Manchester City. Wenn der BVB, wie zuletzt von Hans-Joachim Watzke angekündigt, nach der Endrunde mit Bellingham über die Zukunft sprechen will, werde er dann offiziell den Wechselwunsch formulieren, von dem in Dortmund sowieso die meisten Beobachter ausgehen.

Abfällige Körpersprache ein Dorn im Auge 

Bislang ließe sich der Vorwurf nicht aufrecht erhalten, dass Bellingham von derartigen Wechselgedanken in seinen Leistungen negativ beeinträchtigt würde. Abgesehen von den üblichen Schwankungen im Spiel eines Jungprofis agiert der Mittelfeldmann erstaunlich stabil auf Top-Niveau. Weil er das aber bisweilen zu offensiv auch von den Kollegen einfordert, soll es beim BVB Misstöne geben. Die mitunter abfällige Körpersprache eines 19-Jährigen wollen sich in Dortmund wohl längst nicht alle Profis gefallen lassen. Nicht zuletzt sei für die Hierarchie in der Kabine dabei auch ein Problem, dass schon der erste Vizekapitän Mats Hummels mit seiner wiederholten öffentlichen Kritik aneckt. Bei Bellingham wird das mutmaßlich nur bis Saisonende der Fall sein, dann verliert der BVB sein Juwel, höchstwahrscheinlich für eine aberwitzige Ablöse im neunstelligen Bereich.

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Lars Pollmann  
16.11.2022