Nationalspieler als Tauschobjekt?

Medien: Bei Skriniar-Transfer - Inter lehnt Draxler ab

Draxler steht in Paris noch bis 2024 unter Vertrag. Foto: Getty Images
Draxler steht in Paris noch bis 2024 unter Vertrag. Foto: Getty Images

Inter Mailand will auch in diesem Sommer mindestens einen großen Namen für teures Geld verkaufen, um sich anderweitige Verstärkungen leisten zu können. Auserkoren ist dafür offenbar Milan Skriniar, den es zu Paris Saint-Germain ziehen soll. Bei der Ablöse herrscht aber noch keine Einigkeit zwischen den Klubs.

Laut übereinstimmenden Medienberichten liegt die Schmerzgrenze seitens des italienischen Pokalsiegers bei 70 Millionen Euro, die der Abwehrmann aus der Slowakei einspielen soll. Das Gebot von PSG liegt dem Vernehmen nach bisher noch recht deutlich unterhalb dieser Marke. Am Wochenende soll ein Vorstoß der Franzosen gescheitert sein, die Summe mit der Verrechnung eines Profis zu drücken. Dabei hat es sich laut der Gazzetta dello Sport um den DFB-Internationalen Julian Draxler gehandelt. Der frühere Bundesliga-Profi und etwas mehr als 60 Millionen Euro waren Inter demnach nicht genug für Skriniar.

Hätte Draxler reingepasst? 

Als ein Grund für die Ablehnung gilt, dass Draxler bei PSG sehr gutes Geld verdient und Inter sich einen solch teuren Spieler nicht sozusagen aufzwängen lassen will. Darüber hinaus ist fraglich, welche Rolle der Weltmeister von 2014 sportlich überhaupt bei Inter spielen würde. Im System mit Dreierkette von Trainer Simone Inzaghi erschließt sich auf den ersten Blick nicht, auf welcher Position Draxler zur Geltung kommen könnte. Unklar ist derweil ohnehin, ob der 28-Jährige Paris verlassen würde. Bislang heißt es in einschlägigen Medienberichten, er wolle seinen Vertrag bis 2024 erfüllen. Der 58-fache Nationalspieler hat in der abgelaufenen Saison die geringsten Spielanteile seiner inzwischen fünfeinhalb Jahre bei Paris Saint-Germain erhalten, soll sich in der Modemetropole und der Kabine des Starensembles aber grundsätzlich sehr wohl fühlen. Für Skriniar wird derweil in den kommenden Tagen ein neues Angebot erwartet, das den Wechsel zum Vollzug bringen könnte.

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Lars Pollmann  
27.06.2022