Verkauf von Nachwuchsspielern

Medien: Bayern orientiert sich in Transferplanung an Real Madrid

Hasan Salihamidzic ist als Sportvorstand maßgeblich für Transfers des FC Bayern verantwortlich. Foto: Getty Images.
Hasan Salihamidzic ist als Sportvorstand maßgeblich für Transfers des FC Bayern verantwortlich. Foto: Getty Images.

Der FC Bayern hat in diesem Jahr viel Geld auf dem Transfermarkt investiert, auf der anderen Seite wurden durch den Verkauf von Nachwuchstalenten viele Millionen Euro eingenommen. Als Vorbild der neuen Transferstrategie soll Real Madrid dienen.

Robert Lewandowski hat bisher die größte Ablösesumme eingebracht, der 33-jährige Stürmer wechselte für 45 Millionen Euro vom FC Bayern zum FC Barcelona. Der deutsche Rekordmeister durfte sich gemäß Transfermarkt aber über weitere 34,1 Millionen Euro durch die Abgänge von Chris Richards, Omar Richards, Marc Roca, Lars Lukas Mai und Ron-Thorben Hoffmann freuen.

Einnahmen durch Jugendspieler statt eigene Stars?

Wie die Bild-Zeitung berichtet, sollen Verkäufe von Talenten Teil der neuen Transferstrategie des FC Bayern sein. Demnach wolle der Klub über diese Spieler sukzessive Einnahmen erzielen, sollten die Nachwuchshoffnungen den Durchbruch unter Julian Nagelsmann verpassen. Real Madrid habe auf diese Weise in den vergangenen Jahren etwa 260 Millionen Euro eingenommen. Entsprechend setzen die Münchner vermutlich auf derartige Verkäufe, um auch in Zukunft viel Geld in den Kader investieren zu können. Die bisherigen Ausgaben belaufen sich gemäß der Bild-Zeitung auf 170,5 Millionen Euro und damit auf das Dreifache im Vergleich zum Vorjahr (57,5 Millionen Euro) - auch, weil damals lediglich 4 Millionen Euro für Michael Cuisance eingenommen wurden.

Florian Bajus  
29.07.2022