Klamme Kassen beim entthronten Meister

Medien: Barca bietet ein Dutzend Profis zum Verkauf

Rakitic und Vidal gehören zu den Streichkandidaten. Foto: LLUIS GENE/AFP via Getty Images
Rakitic und Vidal gehören zu den Streichkandidaten. Foto: LLUIS GENE/AFP via Getty Images

Der FC Barcelona muss die Champions League gewinnen, um eine seltene Saison ohne großen Titel zu vermeiden. Großen Anlass zu derartigen Hoffnungen hat die Mannschaft zuletzt nicht gegeben. Klamme Kassen machen einen an manchen Stellen nötigen Umbruch unmöglich. Die Katalanen bieten deshalb wohl gleich ein Dutzend Spieler zum Verkauf.

Dies berichtet die Sportzeitung Marca. Das Blatt macht sich sogar den Spaß, aus dem Dutzend eine funktionierende Elf zusammenzustellen. Kein Profi würde dabei auf einer total fremden Position spielen. Im Umkehrschluss heißt das freilich auch: Barca sieht wohl in allen Mannschaftsteilen Handlungsbedarf. Im Tor darf der Brasilianer Neto gehen, in der Abwehr Nelson Semedo, Samuel Umtiti, Jean-Clair Todibo und Junior Firpo. Im Mittelfeld sind Ivan Rakitic, Arturo Vidal und die Leih-Rückkehrer Carles Alena, Philippe Coutinho und Rafinha auf dem Markt, im Angriff dürfen Ousmane Dembele und Martin Braithwaite gehen. Im Idealfall würde Barca damit hohe Einnahmen generieren, die den ein oder anderen Top-Transfer ermöglichen würden.

Barca hofft auf Verrechnung bei Lautaro Martinez

Allerdings wissen die Verantwortlichen, dass vollkommen utopisch ist, im Corona-Sommer 2020 zwölf Spieler zu verkaufen. Nur bei Semedo, Rakitic, Vidal sowie Rafinha und Todibo seien sie optimistisch, in jedem Fall einen Abschied in die Wege leiten zu können, weil es genügend Interessenten geben dürfte. In Frage komme dabei zumindest teilweise auch eine Verrechnung mit Zugängen, etwa Lautaro Martinez. Der Stürmer von Inter Mailand bleibt das Objekt der Begierde, die Italiener sind dem Vernehmen nach durchaus an Vidal interessiert. Im Gegensatz sieht die Lage bei Coutinho und Dembele schwierig aus. Die beiden kamen nach dem Rekord-Verkauf von Neymar für Unsummen nach Barcelona, heuer wäre für sie nur ein Bruchteil zu erzielen. Dennoch könnten die Katalanen diese bittere Pille schlucken: Wenigstens wären dann zwei teure Spieler von der Gehaltsliste.

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Lars Pollmann  
24.07.2020