Von Brandt bis Witsel

Maue Vorbereitung: Fünf BVB-Profis, die sich steigern müssen

Julian Brandt lässt in der Vorbereitung zu Wünschen übrig. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images
Julian Brandt lässt in der Vorbereitung zu Wünschen übrig. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Borussia Dortmund hinterlässt in der Vorbereitung zur neuen Saison gemischte Eindrücke. Gegen überforderte Konkurrenz gab es Scheibenschießen, gegen bessere Gegner noch keinen Sieg. Einige arrivierte Kräfte lassen bisher zu wünschen übrig. Diese fünf Profis müssen sich zum Saisonstart noch kräftig steigern.

Eine Zusammenstellung von fussball.news-Redakteur Lars Pollmann

Julian Brandt

Der Mittelfeldmann blühte in der Vorsaison nach der Systemumstellung auf die Dreierkette auf. Aktuell spielt der BVB mit vier Abwehrspielern und weniger Freiheiten im Mittelfeld. Auf der Zehn hat aktuell der 17-Jährige Gio Reyna die Nase eindeutig vor Brandt. Der Nationalspieler wirkt fahrig und noch nicht völlig austrainiert. Konstanz war schon in seiner ersten BVB-Saison ein Problem.

Roman Bürki

Torhüter sind in Testspielen schwer zu beurteilen, weil die letzte Anspannung fehlt, die der Wettkampf mit sich bringt. Dennoch sind die teilweise hanebüchenen Fehler, die Bürki (aber auch die anderen BVB-Keeper) mit dem Ball am Fuß machen, schwer nachzuvollziehen. Dortmund braucht zum Saisonstart einen Bürki in Top-Form, zumal sich personelle Probleme in der Abwehr bis dahin nicht in Luft auflösen werden.

Emre Can

Der Winterneuzugang muss aktuell auf der ungewohnten Position des Innenverteidigers in der Viererkette spielen und offenbart dabei eklatante Anpassungsprobleme. Can interpretiert die Rolle bisweilen zu offensiv, steht zu hoch und kommt dann bei Gegenstößen nicht hinter den Angreifern her. In der Dreierkette machte er in der Rückrunde bei einigen Gelegenheiten einen guten Eindruck, aktuell wäre er im Mittelfeld aber sicher besser aufgehoben.

Axel Witsel

Momentan gelingt es dem Belgier nicht, dem Spiel des BVB seinen Stempel aufzudrücken. Jude Bellingham und Thomas Delaney machen vor der Saison den deutlich besseren Eindruck. Witsel ist bei Lucien Favre bisher stets gesetzt gewesen und dürfte als Führungsspieler weiter einen Vorsprung haben. Den muss er aber in den ersten Pflichtspielen auch bestätigen.

Erling Haaland

Für den Angreifer gilt gewissermaßen, was auch bei Bürki gilt: Er ist ein absoluter Wettkampf-Typ, der in Testspielen wohl nie auf Hochtouren kommen wird. Dennoch ist überraschend, wie sehr die Spiele zurzeit an Haaland vorbei gehen. Zudem lässt er einen beträchtlichen Teil seiner spärlichen Torchancen in ungewohnter Manier aus. Es ist beileibe kein Grund zur Sorge, dennoch ist klar: Für den Erfolg braucht es den Haaland, der den BVB seit Januar buchstäblich im Sturm eroberte.

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Lars Pollmann  
30.08.2020