Spannung im Meisterkampf?

Matthäus: "Jeder außer der FC Bayern hat seine Probleme"

Laut Lothar Matthäus muss sich der FC Bayern nicht warm anziehen. Foto: Getty Images.
Laut Lothar Matthäus muss sich der FC Bayern nicht warm anziehen. Foto: Getty Images.

Bereits nach dem dritten Spieltag wird in Frage gestellt, ob die Bundesliga ein spannendes Rennen um die Meisterschaft erleben wird. Lothar Matthäus rechnet mit einem Alleingang des FC Bayern, da die Konkurrenz dem Branchenprimus nicht gewachsen sei.

Borussia Dortmund gab in den letzten sechs Minuten eine 2:0-Führung gegen Werder Bremen aus der Hand, RB Leipzig hat nach drei Spielen zwei Punkte auf dem Konto und Bayer Leverkusen hat alle Auftaktspiele verloren - so liest sich die Bilanz der vermeintlichen Bayern-Jäger. Die Münchner haben derweil jedes Spiel gewonnen und stehen mit neun Punkten sowie einem Torverhältnis von 15:1 an der Tabellenspitze.

Meisterschaft bereits entschieden?

Zwar sind noch 31 Spieltage zu absolvieren und auch der FC Bayern könnte in den kommenden Monaten das eine oder andere Mal straucheln. Lothar Matthäus hat die Hoffnung auf einen spannenden Meisterschaftskampf dennoch aufgegeben. Diesen werde es nicht geben, schrieb der TV-Experte in seiner Kolumne für Sky Sport: "Weil Leipzig, Dortmund und Leverkusen schon nach drei Spieltagen einige Punkte Rückstand auf die Bayern haben? Ja, auch. Aber der Hauptgrund sind die Bayern selbst."

Matthäus kritisiert Bayern-Verfolger

Nach dem Weggang von Robert Lewandowski habe sich die Mannschaft neu erfunden, in der neuen 4-2-2-2-Formation von Trainer Julian Nageslmann "schießt nicht einer 41 Tore, sondern alle treffen", betonte Matthäus. "Auch die Dortmunder haben gut eingekauft, der Kader von Leverkusen und Leipzig ist auch sehr gut", ergänzte der 61-Jährige, fügte jedoch entscheidend an: "Dem einen fehlt der Leader, dem anderen regelmäßig die Mentalität, wenn's mal nicht so läuft und der dritte hat zwar Ballbesitz, macht aber nichts daraus. Und so hat jeder seine Probleme außer der FC Bayern."

Florian Bajus  
22.08.2022