Dortmunder Defensivprobleme

Matthäus: "Ich will nicht von Schießbude sprechen, aber ..."

Gregor Kobel muss beim BVB noch zu oft hinter sich greifen. Foto: Imago
Gregor Kobel muss beim BVB noch zu oft hinter sich greifen. Foto: Imago

Borussia Dortmund hat unter Neu-Trainer Marco Rose sechs von acht Pflichtspielen gewonnen und befindet sich in allen drei Wettbewerben auf gutem Kurs. Auf dem Papier steht damit ein guter Saisonstart, auf dem sich aufbauen lässt. Jedoch gibt es einen gravierenden Makel, der den langfristigen Erfolg des BVB im Zweifel stehen lässt, wie auch Lothar Matthäus anmerkt.

"Ich will nicht von Schießbude sprechen, aber es sind definitiv viel zu viele Gegentreffer. Das kann auf Dauer in einer ganzen Saison nicht gut gehen", schreibt der TV-Experte in einer Kolumne für Skysport.de. Elf Gegentreffer sind es nach fünf Bundesliga-Spieltagen, mehr haben nur vier Teams. Wettbewerbsübergreifend stand nur einmal hinten die Null, zum Auftakt im DFB-Pokal gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. 

"Qualität der Abwehrspieler ist durchaus vorhanden"

"Man kann nicht ständig drei oder vier Tore schießen, um ein Spiel zu gewinnen", warnt Matthäus. "Irgendwas stimmt mit der Defensivarbeit nicht." Dabei führt der Rekordnationalspieler durchaus mildernde Umstände ins Feld, verweist etwa auf personelle Probleme durch Verletzungen und Trainingsrückstand. Als Ausreden können diese Punkte aber nicht herhalten. "Die Qualität der Abwehrspieler ist durchaus vorhanden, aber eventuell müssen die Vordermänner mehr mit nach hinten arbeiten", so Matthäus. 

Platz fünf unter den neuen Trainern

"Wenn Rose Titel holen will, und davon gehe ich aus, muss er dafür sorgen, dass die Mannschaft weniger Tore kassiert." So kommt der TV-Experte für Rose auch 'nur' auf die Note von 2,5 für den Saisonstart. Unter den acht neuen Trainern in der Bundesliga liegt er damit bei Matthäus nur auf Rang fünf, hinter Julian Nagelsmann (FC Bayern), Steffen Baumgart (1.FC Köln), Gerardo Seoane (Bayer Leverkusen) und Mark van Bommel (VfL Wolfsburg).

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Lars Pollmann  
21.09.2021