Deshalb hinter Bayern

Matthäus: BVB und Leipzig arbeiten schlechter als Mainz und Freiburg

Reus ist mit dem BVB noch nie Meister geworden. Foto: Getty Images
Reus ist mit dem BVB noch nie Meister geworden. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund hat den Rückstand an der Bundesliga-Spitze zum FC Bayern auf sechs Punkte reduziert. Eine große Kampfansage verkneifen sich die Protagonisten, die genau einschätzen können, warum die Münchner am Freitag eine Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach kassiert haben. Der deutsche Meister 2021/22 wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder der FC Bayern.

Der dann zehnte Titel in Folge wäre ein Novum in Europas Top-Ligen und würde ungeheure Dominanz des Rekordmeisters weiter zementieren. Eine Zwangsläufigkeit für jeden einzelnen dieser Erfolge kann Lothar Matthäus nicht erkennen. "Der FC Bayern hat weniger Fehler gemacht als die Konkurrenten, die ihr Potenzial nicht ausgereizt haben", erklärt der TV-Experte gegenüber dem kicker. Seine These: Die Münchner haben die Tür schon manches Mal offen gelassen, aber niemand ist durchgegangen.

"Geld allein ist es nicht"

"Würden Dortmund und Leipzig so gut arbeiten wie Mainz und Freiburg, dann hätten sie eine Chance", formuliert Matthäus provokant. "Geld allein ist es nicht", steht damit für den Rekordnationalspieler fest. Es schadet aber sicherlich nicht, dass Bayern einen um Längen höheren Gehaltsetat aufbringen kann als alle Bundesliga-Konkurrenten. Hinzu kommt aber oftmals, dass sich beim Rekordtitelträger auch die richtige Mentalität entwickelt.

"Kein anderer Meister, solange dieses Trio spielt"

"Du solltest diesen Siegeswillen, diese Gier mitbringen. Wenn nicht, solltest du es schnell lernen. Tust du das nicht, bist du schnell wieder weg", erklärt Matthäus. Stellvertretend dafür stehen auch die wichtigsten Profis, etwa Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski. Wenn dieses "Gerüst wegbricht", mutmaßt Matthäus, könnte es ein Konkurrent packen. "Aber solange dieses Trio spielt, wird es keinen anderen Meister geben." Einige Jahre der bayerischen Dominanz würden der Bundesliga damit noch bevorstehen.

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Lars Pollmann  
10.01.2022