Wolfsburg-Rückkehrer

Matchwinner Kruse? Kohfeldt: "Das war heute nichts ganz Großes"

Max Kruse (r.) im Zweikampf mit Frankfurts Martin Hinteregger. Foto: Getty Images

Beim 2:0-Sieg in Frankfurt erzielte Max Kruse seinen ersten Treffer für den VfL Wolfsburg nach seiner Rückkehr. Bei der Frage nach dem Matchwinner allerdings nannte sein Trainer Florian Kohfeldt andere Akteure. 

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich 

Max Kruse in der Partie bei Eintracht Frankfurt (2:0) für den VfL Wolfsburg der Matchwinner? Das behauptete ein Medium auf der anschließenden Pressekonferenz, doch VfL-Coach Florian Kohfeldt konterte: "Ich glaube, ich gehöre zu den Menschen, die in den letzten fünf Jahren wahrscheinlich die meisten positiven Dinge über Max Kruse in ganz Deutschland gesagt haben. Aber heute muss ich sagen: Ihn jetzt in den Himmel zu loben, weil er einen Elfmeter verwandelt hat. Das wäre dann doch ein bisschen zu übertrieben."

Matchwinner Lacroix, Bornauw und Brooks

Für den 39-Jährigen war die Defensive beim 2:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt vielmehr maßgeblich für den Erfolg, als der trocken in die Mitte verwandelte Elfmeter von Kruse (28. Minute): "Die entscheidenden Spieler heute waren Maxence Lacroix, Sebastiaan Bornauw und Jay Brooks. die haben das Spiel heute für uns gewonnen. Weil sie überragend verteidigt haben." Ein schlechtes Wort wollte Kohfeldt über seinen neuen, alten Spielmacher Kruse aber nicht verlieren, deshalb der Rat an die anwesenden Journalisten: "Über Max: Copy und paste, könnt ihr alles sagen, stimmt auch alles. Aber heute war das von ihm nichts ganz Großes." 

"Schafft es, dass seine Mitspieler besser aussehen"

Die Qualitäten des 33-Jährigen seien aber unbestritten. Der VfL Wolfsburg ließ sich die Verpflichtung trotz im Sommer auslaufenden Vertrages schließlich fünf Millionen Euro kosten. "Ich will mich da auch nicht lumpen lassen. Max schafft es, dass seine Mitspieler besser aussehen. Und das ist die höchste Qualität, die man einem Spieler zusprechen kann. Zudem hat er wirklich in kleine Situationen ein Näschen dafür, was als Nächstes passiert." Bei seinem Urteil blieb Kohfeldt aber vehement: "Trotzdem war das heute nicht das beste Spiel, was ich von ihm gesehen habe. Kein schlechtes, aber sicherlich nicht das beste." 

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Benjamin Heinrich  
12.02.2022