VfB Stuttgart

Matarazzo: "Wichtig, dass ein Trainer explodieren kann"

Matarazzo ist kein Seitenlinien-Derwisch. Foto: Imago
Matarazzo ist kein Seitenlinien-Derwisch. Foto: Imago

Der VfB Stuttgart empfängt am heutigen Sonntag Bayer Leverkusen in der Bundesliga. Mit vier Punkten aus vier Spielen haben die Schwaben einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt. Pellegrino Matarazzo wirkt dabei weiter sehr in sich ruhend. Der Italo-Amerikaner kann aber auch anders.

"Letzte Woche habe ich gegen die Taktiktafel gehauen, um die Spieler wachzurütteln. Ich plane sowas nicht, es kommt dann spontan aus mir heraus", so der Chefcoach gegenüber Bild am Sonntag. Der studierte Mathematiker macht an der Seitenlinie nur selten den Eindruck eines unwirsch emotionalen Trainers, der sein Team in der Kabine sprichwörtlich rundmacht. Zumeist sei er sachlich, sagt auch Matarazzo.

"Als Trainer emotional nicht komplett berechenbar"

"Ich finde es auch wichtig, dass man als Trainer emotional nicht komplett berechenbar ist und auch explodieren kann", erklärt der 43-Jährige aber außerdem. Aus Zeiten als Trainer im Unterbau des 1.FC Nürnberg ist etwa eine Anekdote überliefert, in der Matarazzo eine Getränkekiste durch die Kabine fliegen ließ. Bei derartigen Szenen handelt es sich laut des VfB-Coachs nicht um gezielte Aktionen, die bei der Mannschaft etwas bewirken sollen. "Es baut sich etwas auf, von dem ich merke, dass es raus muss", erklärt Matarazzo. "Meistens" finde er dann aber einen Moment, in dem sein emotionaler Ausbruch zum richtigen Zeitpunkt komme.

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Lars Pollmann  
19.09.2021