VfB-Coach verärgert

Matarazzo: "Wenn wir die Leistung abrufen, die wir abrufen können, führt das zu Punkten"

Pellegrino Matarazzo war mit dem Auftritt des VfB Stuttgart gegen Leverkusen unzufrieden. Foto: Imago.
Pellegrino Matarazzo war mit dem Auftritt des VfB Stuttgart gegen Leverkusen unzufrieden. Foto: Imago.

Trotz Überzahl hat der VfB Stuttgart mit 1:3 gegen Bayer Leverkusen verloren. Bedient war Cheftrainer Pellegrino Matarazzo nicht nur wegen der dritten Niederlage in dieser Saison, sondern auch wegen der Art und Weise, wie seine Mannschaft aufgetreten ist.

Ähnlich wie bei der 2:3-Pleite gegen den SC Freiburg am dritten Spieltag erwischte der VfB Stuttgart im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen keinen guten Start. Bereits nach zwei Minuten brachte Robert Andrich die Gäste in Führung, in Minute 19 erhöhte Patrik Schick auf 2:0. Gegen Ende der ersten Halbzeit erwachte der VfB, der nach Andrichs Platzverweis (32.) aktiver wurde und wenige Minuten vor dem Pausenpfiff durch Orel Mangala den Anschlusstreffer erzielte (38.). Die zweite Luft war nach Beginn der zweiten Hälfte jedoch verschwunden - stattdessen wurde Leverkusen zu einigen Kontern eingeladen. Einen solchen vollendete Florian Wirtz mit dem dritten und entscheidenden Tor für die Elf von Gerardo Seoane (70.).

Matarazzo: "Wir wissen, dass wir besser spielen können"

Im fünften Bundesligaspiel kassierte Stuttgart die dritte Niederlage. Dafür machte Pellegrino Matarazzo die dürftige Leistung seiner Mannschaft verantwortlich: "bin mit der Konterabsicherung in der zweiten Halbzeit und dem Ballbesitz im kompletten Spiel, außer nach der roten Karte, unzufrieden", sagte der VfB-Coach bei DAZN und betonte: "Es gibt viele Sachen, die wir besser machen können. Wir wissen, dass wir besser spielen können. Da wollen wir auch hin."

"Wir waren nicht präzise, nicht schnell genug"

Leverkusen sei besser in die Partie gekommen und habe sich nach einem Stuttgarter Ballverlust mit dem frühen 1:0 belohnt. "Sie waren bis zur roten Karte die bessere Mannschaft", resümierte Matarazzo den Spielverlauf und ergänzte: "Dann hat sich etwas verändert. Wir haben mehr Druck erzeugt, haben die Zuschauer mitgenommen und hatten eine andere Energie auf dem Platz. Wir haben versucht, Chancen zu kreieren. Das haben wir bis zur Halbzeitpause gut gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht genügend Druck entfachen können. Leverkusen hat den Rhythmus clever unterbrochen. Wir kamen nicht zwingend zu Torchancen, waren nicht präzise, nicht schnell genug, um so einem Gegner wehzutun."

"Nächste Woche ist ein wichtiges Spiel für uns"

Nun wolle er seinen Spielern "das Gefühl geben, dass man belohnt wird, wenn man Leistung abruft", sagte Matarazzo, der betonte: "Leistung führt immer zu Punkten. Wenn wir die Leistung abrufen, die wir abrufen können, führt das zu Punkten. Der Fokus liegt weiterhin auf den Inhalten, sodass wir Woche für Woche eine andere Leistung auf den Platz bringen." Aus der Ruhe lässt sich der US-Amerikaner nicht bringen, Schritt für Schritt soll die Mannschaft aus ihren Fehlern lernen und es im kommenden Spiel gegen den VfL Bochum besser machen: "Es geht erst einmal um die Nachbereitung dieses Spiels. Nächste Woche ist dann schließlich ein wichtiges Spiel für uns. Was danach kommt, kommt danach", so Matarazzo.

Florian Bajus  
19.09.2021