Badstuber-Aus, junger Kader

Matarazzo: "Erfahrung ist nicht gleich Leistung"

Matarazzo setzt auf ein junges Aufgebot. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Matarazzo setzt auf ein junges Aufgebot. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der VfB Stuttgart setzt nach dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga auf eines der jüngsten Aufgebote im Oberhaus. Bei den Schwaben handelt es sich dabei um Überzeugungstäter. Sie machen auch vor großen Namen nicht halt, wie die Degradierung von Holger Badstuber durch Pellegrino Matarazzo belegt.

"Ich habe höchsten Respekt vor Holger und seiner Karriere. Es ist eine rein sportliche Entscheidung. Erfahrung ist nicht gleich Leistung", so der Cheftrainer gegenüber dem SWR. Die Entscheidung gegen den Ex-Nationalspieler sei gefallen, um den Kader "gesund" zu halten. In der Abwehr ist der VfB auch ohne Badstuber prominent besetzt, unter anderem durch die Neuzugänge Waldemar Anton und Konstantinos Mavropanos. Der langjährige Profi des FC Bayern wurde deshalb in die Regionalliga-Mannschaft der Schwaben versetzt. "Es ist alles okay, es ist alles kommuniziert. Er versteht es auch, er nimmt es super auf", lobt Matarazzo die Reaktion von Badstuber. 

"Wir brauchen Raum für Fehler"

Grundsätzlich hält der US-Amerikaner die Entscheidung für einen Kader mit weitgehend jungen Profis für ein kalkulierbares Wagnis. "Es wird sicherlich nicht alles glatt laufen. Ich glaube, wir brauchen auch Raum für Fehler. Entscheidend für mich ist: Wie reagieren wir danach?" Als Mannschaft, aber auch für jeden Spieler allein, sei die richtige Reaktion auf Rückschläge von elementarer Bedeutung. "Aber wir wollen schnell vorankommen, weil wir nicht so viel Zeit haben", so Matarazzo. Beim VfB Stuttgart haben sie den Klassenerhalt als einzig logisches Saisonziel auserkoren.

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Lars Pollmann  
01.09.2020