Werder, Schalke und Mainz verlieren am meisten

Marktwertentwicklung: Arminia, Union und VfB größte Gewinner

Stuttgart und Union gehören zu den Gewinnern der bisherigen Saison, auch in Sachen Marktwert. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
Stuttgart und Union gehören zu den Gewinnern der bisherigen Saison, auch in Sachen Marktwert. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Das Transferfenster öffnet kommende Woche nur 90 Tage nach seiner Schließung im Oktober erneut. Im Januar üben sich die meisten Bundesliga-Klubs für gewöhnlich eher in Zurückhaltung. Im Sommer war es diesmal wegen der Corona-Pandemie an den meisten Standorten auch der Fall.

Dennoch gingen natürlich zahlreiche Deals über die Bühne, das Gesicht der Kader hat sich im langen Transferfenster bis Anfang Oktober bei allen 18 Klubs der Bundesliga mehr oder weniger verändert. Einhergehend damit veränderte sich auch die Marktwert-Einschätzung durch Transfermarkt.de. Das Portal hält dabei nicht nur Transfers nach, sondern passt in regelmäßigen Abständen auch die Marktwerte für Tausende Profis an. Dass die Angaben nicht für bare Münze genommen werden sollten, liegt auf der Hand. Dennoch haben sie eine gewisse Aussagekraft.

Bielefeld verdoppelt, aber immer noch Platz 18

Schaut man sich nun die Veränderungen der Marktwerte seit dem Anbruch der laufenden Spielzeit an, gehen Arminia Bielefeld, Union Berlin und der VfB Stuttgart als große Gewinner hervor. Aufsteiger Bielefeld konnte seinen Marktwert bei Transfermarkt dabei sogar mehr als verdoppeln. Mit einem aktuellen Wert von 45,75 Millionen Euro rangieren die Ostwestfalen aber immer noch als Team mit dem geringsten Gesamtmarktwert. Die Steigerung erklärt sich dabei vor allem durch die Verpflichtungen von Arne Maier, Ritsu Doan und Mike van der Hoorn.

Überraschungsteams Union und Stuttgart

Bei Union Berlin fällt das Wachstum mit knapp über 80 Prozent seit Anfang Juli immer noch exorbitant aus. Dass die Eisernen die Bundesliga an den ersten 14 Spieltagen gehörig aufgemischt haben spielt dabei eine große Rolle, auch die Verpflichtungen von Robin Knoche und Max Kruse. Beim VfB Stuttgart beträgt die Steigerung seit Saisonbeginn immer noch stolze 72,6 Prozent. Die Schwaben profitieren dabei von den starken Leistungen vieler junger Profis, denen Transfermarkt eine glänzende Perspektive attestiert. Nicolas Gonzalez, Orel Mangala oder Silas Wamangituka etwa haben seit Anfang Juli mehrere Millionen Euro zugelegt.

Werder, Schalke und Mainz verlieren am meisten

Am anderen Ende der Skala findet sich womöglich überraschenderweise Werder Bremen als größter Verlierer gemessen am Marktwert seit Anfang Juli wieder. Das Minus von 22 Prozent erklärt sich dabei durch den Abgang von Davy Klaassen zu Ajax, den Werder intern nicht mit einem externen Einkauf ersetzt hat. Zudem hat Milot Rashica infolge seines geplatzten Abschieds im Sommer an Marktwert eingebüßt. Ansonsten gehören die sportlichen Verlierer der bisherigen Saison auch bei den Einschätzungen von Transfermarkt zu den Verlierern: Nur knapp vor Werder liegen der FC Schalke 04 und der FSV Mainz 05. Überraschend mutet die Platzierung von Bayer Leverkusen an, die sich aber beinahe vollständig durch den Abschied von Kai Havertz erklären lässt.

Die Entwicklung der Transfermarkt-Markwerte seit 01. Juli

1. Arminia Bielefeld +123,7 % 

2. Union Berlin +80,2 %

3. VfB Stuttgart +72,6 %

4. Borussia Mönchengladbach +35,4 %

5. Hertha BSC +34,3 %

6. TSG Hoffenheim +20 %

7. FC Bayern +15,9 %

8. Borussia Dortmund +12,7 % 

9. VfL Wolfsburg +9,3 %

10. RB Leipzig +8,7 %

11. 1.FC Köln +7,4 %

12. Eintracht Frankfurt -0,3 %

13. FC Augsburg -0,7 %

14. SC Freiburg -13,6 %

15. Bayer Leverkusen -13,9 %

16. FSV Mainz 05 -18,3 % 

17. FC Schalke 04 -20 %

18. Werder Bremen -22 %

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Lars Pollmann  
27.12.2020