Brutaler Negativlauf

Zweitklassigkeit? Marcel Schäfer hat Schalke noch nicht abgeschrieben

Marcel Schäfer glaubt weiterhin an Schalke 04.
Marcel Schäfer glaubt weiterhin an Schalke 04. Foto: Getty Images

Der VfL Wolfsburg reist zum seit 23 Bundesligapartien sieglosen FC Schalke 04. Sportdirektor Marcel Schäfer hat die Königsblauen noch lange nicht aufgegeben.

Beim FC Schalke 04 liegen die Nerven nach 23 Bundesligapartien ohne Sieg blank, die Schlagzeilen rund um den Verein sind zumeist negativ. "Das ist eine extrem mentale Geschichte", sagte Marcel Schäfer der WAZ. Der Sportdirektor des VfL Wolfsburg erlebte in der Saison 2008/09 einen umgekehrten Weg: "Im Erfolgsfall muss man nichts erklären, da läuft alles. Wir haben das in der Meistersaison beim VfL erlebt. Du machst einfach – und gewinnst. Ohne großes Überlegen. Man strotzt quasi vor Selbstbewusstsein."

Schäfer blickt auf Schalke

Doch davon sind die Schalker aktuell weiter denn je zuvor entfernt. Schäfer erklärte: "In einem Negativ-Lauf denkst du als Spieler viel mehr nach, warum etwas nicht klappt." Aus der Ferne erkannte er: "Ich glaube, dass Schalke versucht, jetzt in größtmöglicher Ruhe zu arbeiten. Das neue Trainer-Duo Manuel Baum und Naldo tut dem Verein gut."

Abstieg in die zweite Liga? "Glaube ich nicht"

Doch die Zahlen kreisen permanent um die Spieler herum, sie werden bei jeder Gelegenheit erwähnt: "Aber bei so einem Negativlauf strotzt man nicht gerade vor Selbstvertrauen. Das dauert seine Zeit, bis die Automatismen greifen", so der Ex-Profi, der rät: "Da ist Geduld erforderlich, bis sich die dringend benötigten Erfolgserlebnisse einstellen." An den Absturz in die Zweitklassigkeit glaubt Schäfer noch nicht: "Nein, das glaube ich nicht. Sie werden die Wende noch schaffen."

Florian Bolker  
21.11.2020