Bayern-Neuzugang

Mangelnder Respekt vor Juventus? Bonucci kritisiert de Ligt

De Ligt und Bonucci standen 76 Mal gemeinsam auf dem Feld. Foto: Getty Images
De Ligt und Bonucci standen 76 Mal gemeinsam auf dem Feld. Foto: Getty Images

Juventus hat unter der Woche einen Ringtausch in der Abwehr vorgenommen, der Beobachter der Serie A nicht unbedingt zur Annahme veranlasst, der Klub habe sich verschlechtert. Matthijs de Ligt wurde an den FC Bayern verkauft, dafür kam Gleison Bremer vom Stadtrivalen FC Turin. Leonardo Bonucci schickt dem Niederländer noch ein paar kritische Worte nach.

Überrascht sei er wegen des Abschieds seines Abwehr-Partners nicht gewesen, erklärt der Routinier gegenüber der Gazzetta dello Sport. "Nein, weil einige seiner Aussagen zu verstehen gegeben haben, dass er nicht bei Juventus bleiben wollte. Aber ich denke es geht im Grunde immer um den Respekt", so Bonucci. Immerhin habe der junge de Ligt in drei Jahren bei Juventus viel von seinen Mitspielern gelernt und habe der Klub eine Menge Geld in den Verteidiger investiert.

"Ich wünsche ihm nur das Beste, aber ..."

"Ich wünsche ihm nur das Beste, aber einige seiner Aussagen im Kreis der Nationalmannschaft waren nicht sehr nett", führt Bonucci aus. Der neue Kapitän von Juve hat das allerdings schon im persönlichen Gespräch mit de Ligt geklärt. "Wir haben darüber nach der Sommerpause gesprochen und er hat es verstanden", berichtet der Europameister. Sonderlich ehrverletzend hatte sich de Ligt im Kreis von Oranje an sich nicht geäußert. Allerdings ließ er im Juni offen, ob er sich bei Juventus am besten Ort für die eigene Entwicklung befinde. Heute weiß man, wie der 22-Jährige die Sache bewertet ...

"Für die Nachfolge die beste Verpflichtung getätigt"

Juventus hat sich derweil nicht lange aufgehalten und mit Bremer den als besten Verteidiger der Vorsaison ausgezeichneten Spieler zum Nachfolger erkoren. Bonucci ist sehr einverstanden mit dem neuen Nebenmann. "Er ist ein talentierter Spieler mit einer großen Zukunft, bei Torino hat er sich in den letzten beiden Jahren stark entwickelt. Für die Nachfolge von de Ligt hat der Klub die beste Verpflichtung getätigt", so Bonucci. Im Übrigen hat Juve damit auch Erzrivale Inter Mailand ein Schnippchen geschlagen. Die Lombarden waren sich seit Monaten mit Bremer einig, brachten den Deal aus Geldmangel aber nicht über die Ziellinie.

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Lars Pollmann  
23.07.2022