FC Bayern

Mane: Kein Elfmeter wegen "Krankenhaus"

Der Armeinsatz von Mane blieb ungestraft. Foto: Getty Images
Der Armeinsatz von Mane blieb ungestraft. Foto: Getty Images

Der FC Bayern hat am Dienstagabend mit einem 2:0-Sieg gegen Inter Mailand die Gruppenphase der Champions League mit der Optimal-Ausbeute von 18 Punkten beendet. Gegen den italienischen Pokalsieger hätten die Dinge aber auch anders laufen können, wenn es einen frühen Handelfmeter für die Gäste gegeben hätte, als sich Sadio Mane reflexartig die Arme vors Gesicht hielt und die Kugel so quasi in Torwart-Manier abwehrte.

Nach dem Volleyschuss von Nicolo Barella bediente sich der Senegalese der guten alten Schutzhand, die im Regelwerk offiziell aber schon lange kein Thema mehr ist. Schiedsrichter Ivan Kruzliak ließ ein langes Videostudium folgen, entschied dann zum Erstaunen der meisten Beobachter auf Eckball für Inter anstelle eines Strafstoßes. Mane selbst hält das naturgemäß für die richtige Entscheidung. "Wenn ich die Hände nicht hochnehme, gehe ich ins Krankenhaus. Das ist kein Elfmeter!", so der Angreifer nach dem Spiel (Zitat via Sport1).

Schiedsrichter folgte UEFA-Anweisung

Anstelle des Besuchs im Spital hätte Mane sicher auch einen Strafstoß gegen seine Mannschaft in Kauf genommen, musste das aber nun gar nicht. Und das offenbar nicht etwa wegen einer eigenwilligen Interpretation von Kruzliak, sondern weil die UEFA ihre Unparteiischen dahingehend geschult hat, bei Schutzreflexen gegen Schüsse aus kurzer Distanz nur dann auf den Elfmeterpunkt zu zeigen, wenn die Körperfläche vergrößert wird. Mithin ist die Schutzhand eben doch wieder Thema. Gut für alle Beteiligten ist dennoch sicher, dass das Spiel am Dienstagabend für den Ausgang der Gruppe nicht mehr von Belang war und so keine gewaltigen Diskussionen aufkommen werden.

Nagelsmann: "Ich kenne die Handregel nicht"

Stattdessen geriet der Vorfall eher zur Randnotiz, nachdem die Mannschaft von Julian Nagelsmann letztlich einen klar verdienten Heimsieg feierte. Der Chefcoach äußerte sich dennoch nach der Partie in der Pressekonferenz zur Hand-Szene um Mane. "Ich glaube, man kann da Elfmeter geben. Aber der Schiedsrichter stand 2,30 Minuten vor dem Fernseher. Ich glaube nicht, dass er eine andere Sendung geguckt hat. Man kann über den Videobeweis immer diskutieren, aber er schaut sich die Szene aus 18 Perspektiven an und wenn er sagt, es ist kein Hand, dann ist es kein Hand. Und dann ist es auch kein Glück, sondern einfach die Regel. Ich kenne die Handregel nicht, weil sie mir egal ist und ich sie nicht entscheide. Ich schaue dann, was rauskommt", so Nagelsmann.

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Lars Pollmann  
02.11.2022