Nationaltrainer über neuen Juventus-Coach

Mancini: "Über Pirlo wird alle zwei Tage gerichtet"

Pirlo ist neu auf der Juventus-Bank. Foto: Paolo Bruno/Getty Images
Pirlo ist neu auf der Juventus-Bank. Foto: Paolo Bruno/Getty Images

Juventus Turin hat am Sonntag einen ersten Dämpfer unter Andrea Pirlo knapp vermeiden können. Dank eines Doppelpacks von Cristiano Ronaldo erkämpfte sich der Abonnement-Meister bei der AS Rom ein Remis. Roberto Mancini weiß, was auf den neuen Chefcoach der Alten Dame zukommt.

"Über ihn wird alle zwei Tage gerichtet, einmal wird er für gut befunden werden und ein anderes Mal für nicht so gut", zitiert die Sportzeitung Tuttosport den italienischen Nationaltrainer am Rande einer Preisverleihung. "Er wird schöne Momente haben und andere, die nicht schön sind. Aber das ist unser Job", so Mancini. Pirlo habe genügend Erfahrung in der Serie A und mit der volatilen Medienlandschaft in Italien, um damit fertig zu werden. Der Weltmeister von 2006 war im Sommer überraschend als Nachfolger von Maurizio Sarri zum Chefcoach von Juventus geworden.

"Noch immer die größte Qualität"

Beim zuletzt neunmal in Serie erfolgreichen Klub aus dem Piemont muss er langsam aber sicher einen Umbruch einleiten. Experten sehen Juve deshalb mehr als zuletzt verwundbar, auch wegen des besonders engen Spielplans für die vielen Nationalspieler im Kader. "Die Meisterschaft scheint ausgeglichen, aber Juventus hat in meinen Augen noch immer die größte Qualität", schätzt Mancini die Lage ein. "Ich glaube, sie kommen mit den vielen Wettbewerben am besten zurecht." Dennoch traue er Lazio Rom, der Roma, der AC Mailand, seinem Ex-Klub Inter Mailand, dem SSC Neapel und Atalanta zu, eine Rolle im Kampf um den Scudetto zu spielen.

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Lars Pollmann  
29.09.2020