Von Zidane bis ten Hag

Manchester United: 5 potenzielle Nachfolger für Solskjaer

Zidane gilt den Buchmachern als Favorit. Foto: Getty Images
Zidane gilt den Buchmachern als Favorit. Foto: Getty Images

Manchester United hat nach der 1:4-Klatsche bei Aufsteiger Watford die vielzitierte Reißleine gezogen und sich von Chefcoach Ole Gunnar Solskjaer getrennt. Für den Augenblick übernimmt Co-Trainer Michael Carrick, während die Suche nach einem Nachfolger erst beginnt.

Im offiziellen Statement des Rekordmeisters heißt es, der Klub wolle einen Trainer für den Rest der Saison präsentieren. Ob es sich also um eine Interimslösung handelt, mitunter Carrick eine Chance bis Sommer erhält, bleibt da offen. Zuletzt hatte sich ein klarer Favorit in den Medien herauskristallisiert. fussball.news nennt ihn und vier weitere potenzielle Kandidaten.

Der Favorit: Zinedine Zidane

Der ehemalige Weltfußballer wird seit Wochen als heißester Anwärter geführt und hat auch die geringsten Wettquoten auf der Insel. Die Frage ist jedoch, ob sich der Franzose mitten während einer Saison auf ein aktuell unruhiges Schiff begeben mag, oder nicht eher in einer Sommervorbereitung, in der er auch Einfluss auf den Kader geltend machen kann. Erschwerend käme hinzu, dass Zidane der englischen Sprache nicht besonders mächtig sein soll. 

Die Übergangslösung: Ralf Rangnick

An der Affinität des deutschen Fußballlehrers für den englischen Fußball gibt es keinen Zweifel. Es fehlte einst etwa nicht viel, und Rangnick wäre Nationaltrainer der Three Lions geworden. Allerdings geht dem 63-Jährigen ab, was in England unter 'Name Recognition' läuft: Ist Rangnick für einen Klub von Weltrang groß genug? Sportlich wäre er eine ideale Übergangslösung, die im Sommer auf einen Direktorenposten wechseln könnte.

Die interne Variante: Darren Fletcher

Während aktuell Carrick übernimmt, gilt als heißerer interner Kandidat jedenfalls für eine dauerhafte Anstellung dessen ehemaliger Mitspieler Fletcher. Der Schotte übt bei ManUnited aktuell eine Rolle aus, in der er gleichzeitig der sportlichen Leitung und dem Trainerteam angehört. Offiziell firmiert der 37-Jährige als Technischer Direktor. Stallgeruch ist den Red Devils schon immer sehr wichtig gewesen, was auch das lange Festhalten an Solskjaer zeigt.

Der Plan B: Brendan Rodgers

Neben Zidane war zuletzt auch der Nordire Rodgers von Leicester City ein in Medien hoch gehandelter Kandidat. Nach seiner wechselhaften Amtszeit beim FC Liverpool hat sich der immer noch erst 48-Jährige bei Celtic und Leicester wieder für einen Top-Job empfohlen. In der laufenden Saison läuft es mit den Foxes nur mittelprächtig, was etwas am guten Ruf von Rodgers rüttelt. Er muss sich womöglich die Frage stellen, ob er eine Chance wie Manchester United nochmal bekäme.

Die Hipster-Wahl: Erik ten Hag

Sollte sich ManUnited weder für eine Übergangslösung, noch für einen (jedenfalls auf der Insel) großen Namen entscheiden, sondern für eine sportlich spannende Lösung mit gewissen Unbekannten, dann wäre Ajax-Coach ten Hag vielleicht die beste Variante. Der 51-Jährige sorgt mit seinem Team in der Champions League einmal mehr für Furore, steht für einen klaren fußballerischen Stil, mit dem sich auch die Fans im Theatre of Dreams wieder identifizieren könnten. Fraglich freilich, ob ten Hag mitten in der Saison seine Zelte abbrechen würde. Die Chance auf den Aufstieg zu einem Klub von international noch größerem Rang und Namen bot sich schon zuvor, der ehemalige Coach der Zweitvertretung des FC Bayern widerstand bisher allen Lockrufen. Ist ManUnited aktuell attraktiv genug, um daran etwas zu ändern?

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Lars Pollmann  
21.11.2021