32. Spieltag

Magdeburg feiert gegen Nürnberg Klassenerhalt - Rostock siegt

Felix Lohkemper (Mitte) traf doppelt für den FCN. Foto: Getty
Felix Lohkemper (Mitte) traf doppelt für den FCN. Foto: Getty

Zum Start des 32. Spieltags in der 2. Bundesliga stand der Abstiegskampf im Mittelpunkt. Der 1. FC Nürnberg musste in Magdeburg bestehen, der SV Sandhausen brauchte Punkte gegen Hansa Rostock. Der Überblick:

Magdeburg-Coach Christian Titz nahm im Vergleich zum 0:0 in Heidenheim zuletzt zwei Änderungen in der Startelf vor: Tim Boss ersetzte im Tor den verletzten Dominik Reimann, Cristiano Piccini rückte für Jamie Lawrence in die Mannschaft. Nürnberg-Trainer Dieter Hecking stellte im Vergleich zum 3:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern seine Mannschaft auf drei Positionen um. Verletzungsbedingt (Mathenia, Jensen) musste Hecking auf Keeper Nummer drei, Carl Klaus, zurückgreifen. Zudem kamen James Lawrence und Fabian Nürnberger in die Mannschaft anstelle von Christopher Schindler und Lukas Schleimer.

Eigentor von Horn

Die Gäste aus Nürnberg gingen die Partie gut an, Lino Tempelmann und James Lawrence gaben in der 4. Spielminute erste Versuche auf das Tor der Gastgeber ab, Kwadwo Duah legte zwei Minuten später einen Schuss von der Strafraumgrenze nach (6.). Auf der Gegenseite prüfte Piccini Nürnberg-Keeper Klaus (12.).

Im Anschluss nahmen die Torszenen ab, die Partie wurde von Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Dennoch trat Magdeburg mit zunehmender Spielzeit dominanter auf, Amara Conde vergab in der 30. Spielminute eine gute Möglichkeit für die Hausherren, doch in der 34. Minute ging Magdeburg dann in Führung: Nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld verlängerte Daniel Heber links im Strafraum den Ball per Kopf in die Mitte, wo Nürnbergs Jannes Horn die Situation klären wollte, doch er köpfte das Leder unglücklich selbst ins linke Toreck.

Klaus hat Glück im Unglück

Sieben Minuten später hatte der FCN dann großes Glück (41.): Nach einem schlimmen Fehlpass von Keeper Klaus im Spielaufbau außerhalb des Strafraums gelangte Jason Ceka an den Ball. Mit einem Weitschuss wollte Ceka die Situation ausnutzen, doch das Leder segelte knapp links am Tor vorbei.

Nürnberg kam in der 2. Halbzeit besser ins Spiel. Die Gäste kombinierten sich über die rechte Seite nach vorne, Mats Möller Daehli setzte Tempelmann in Szene. Dieser wiederum flankte perfekt in den Fünfmeterraum, wo Felix Lohkemper zum 1:1 einköpfte (54.).

Ceka bringt Magdeburg wieder in Führung

Aber Magdeburg wusste um eine Antwort. Baris Atik verlagerte das Spiel von der linken auf die rechte Seite. Nathaniel Brown unterlief den hohen Ball, zum Vorteil von Herbert Bockhorn. Der Verteidiger drang über rechts in den Strafraum und bediente Ceka, der ohne Probleme das 2:1 für Magdeburg erzielte (68.).

Aber auch Nürnberg gab sich nicht geschlagen und erzielte in Spielminute 81 das 2:2: "Unglücksrabe" Horn marschierte mit dem Ball durch das Mittelfeld, dann steckte er perfekt zu Lohkemper durch. Der Nürnberger Torjäger setzte sich an der Strafraumgrenze gegen Bockhorn durch, zog sofort ab und bejubelte seinen zweiten Treffer an diesem Abend. Der VAR checkte allerdings noch einige Zeit, ob Lohkemper nicht im Abseits gestanden hatte - es ging um Millimeter zum Vorteil der Gäste. So endete die Partie 2:2, was Magdeburg zum Klassenerhalt in Liga zwei ausreichte.

Fröling und Pröger treffen für Rostock

Der SV Sandhausen hatte am 31. Spieltag mit 1:2 bei Eintracht Braunschweig verloren, Trainer Gerhard Kleppinger ließ die Startelf jedoch unverändert. Auch Hansa-Coach Alois Schwartz nahm keine Änderungen in der Startelf nach dem 2:0-Heimsieg über Jahn Regensburg vor. 

Die erste Viertelstunde der Partie war umkämpft und ohne nennenswerte Torchancen, dann setzten die Gäste aus Rostock das erste Ausrufezeichen. Lukas Hinterseer bediente Nils Fröling, der sich gegen zwei Gegenspieler durchzusetzen versuchte. Da Sandhausens Arne Sicker den Ball noch abfälschte, war Keeper Patrick Drewes irritiert, was Fröling im zweiten Anlauf zu nutzen wusste und das 1:0 markierte (17.).

Vier Minuten später (21.) wäre Sandhausen beinahe der Ausgleich geglückt, als Rick van Drongelen den Ball unglücklich auf das eigene Tor verlängert hatte - doch Torhüter Markus Kolke verhinderte mit einem großartigen Reflex das Gegentor, Nico Neidhart entschärfte dann endgültig die Situation. Sandhausen blieb am Drücker, ein Schlenzer von Alexander Esswein (24.) zischte knapp am Rostocker Tor vorbei.

Hansa Rostock konzentrierte sich fortan auf die Defensive und wartete auf seinen Moment - dieser kam in der 36. Spielminute: Sicker brachte links im Strafraum ungeschickt Kai Pröger zu Fall - Strafstoß. Den Elfmeter verwandelte der Gefoulte sicher mit einem Schuss in die rechte Ecke zum 2:0 für Rostock (37.).

Bachmann schenkt Sandhausen Hoffnung

In der 2. Halbzeit kämpfte sich Sandhausen zurück in die Partie. Alexander Esswein flankte in die Mitte des Strafraums, wo Janik Bachmann völlig freistehend per Kopf aus neun Metern den Anschlusstreffer markierte (54.). Und die Gastgeber drängten nun auf den Ausgleich. Eine scharfe Flanke von Bashkim Ajdini rauschte im Fünfmeterraum von Rostock an Mitspielern und Gegnern nur knapp vorbei (57.).

In der 66. Spielminute wähnte sich Sandhausen durch einen Distanzschuss von Abu-Bekir El-Zein am Ziel, doch der Treffer zählte nicht. Kemal Ademi hatte den Schuss seines Mitspielers mit der Hand abgefälscht. Beinahe wäre Rostock auf der Gegenseite das 3:1 gelungen, van Drongelen köpfte jedoch freistehend am Tor der Sandhäuser vorbei (67.). Sandhausen steckte weiter nicht auf, doch Esswein vergab knapp aus 15 Metern (83.). Die letzten Minuten entwickelten sich zu einer Abwehrschlacht, die Rostock letztendlich gut überstand und somit den Gewinn von drei Punkten feiern konnte.

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Daniel Michel  
12.05.2023