Hertha-Coach erstmals an der Linie

Magath über Bundesliga-Comeback: "Das war doch wieder wie gewohnt"

Felix Magath ist endgültig zurück in der Bundesliga. Foto: Getty Images.
Felix Magath ist endgültig zurück in der Bundesliga. Foto: Getty Images.

Den 3:0-Sieg gegen 1899 Hoffenheim verfolgte Felix Magath vom Home Office aus, gegen Bayer Leverkusen (1:2) stand der 68-Jährige hingegen erstmals an der Seitenlinie von Hertha BSC. Verändert hat sich die Bundesliga in seinen Augen nicht.

Am 20. Oktober 2012 coachte Felix Magath sein letztes Bundesligaspiel, über neun Jahre später feierte der ehemalige Meistertrainer des FC Bayern (2005, 2006) und VfL Wolfsburg (2009) sein Comeback bei Hertha BSC. Nach einer überstandenen Corona-Infektion vor der Länderspielpause sah Magath eine 1:2-Niederlage der Alten Dame gegen Bayer Leverkusen und fühlte sich ein wenig in die Vergangenheit zurückversetzt: "Das war doch wieder wie gewohnt. Da hat sich die Bundesliga nicht geändert", sagte Magath bei Sky.

Magath moniert "zu wenig Kampf"

Der Coach attestierte seiner Mannschaft allerdings zu wenig Einsatz im ersten Durchgang: "Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Kampf angeboten und dadurch die Leverkusener spielen lassen. Somit haben sie ein Übergewicht gehabt und waren die deutlich bessere Mannschaft", sagte Magath und betonte, ohne das nötige Engagement werde der Klassenerhalt schwer: "Wenn man unten steht, ist man spielerisch nicht so gut, dann muss man mehr kämpfen. Anders wird man unten nicht rauskommen."

"Deutlich, dass Leverkusen die bessere Mannschaft hat"

Nach dem Seitenwechsel habe die Hertha das Spiel zwar offener gestalten können und einen intensiveren Kampf geboten, schlussendlich habe sich aber der Favorit durchgesetzt: "Wir haben beim Tabellendritten gespielt. Natürlich macht man allen vor der Partie Mut - letztendlich war es deutlich, dass Leverkusen die bessere Mannschaft hat. Aber wir hatten zwei, drei Möglichkeiten und hätten ein zweites Tor machen können", sagte Magath, der den Fokus prompt auf das Derby gegen Union Berlin legte: "Wir hatten das Problem, dass Länderspielpause war und bei uns acht, neun Spieler gar nicht da waren. Im Mannschaftsverbund konnten wir nichts trainieren und entwickeln. Das müssen wir die kommende Woche angehen."

Florian Bajus  
02.04.2022