Starkes Comeback

Lukebakio: Hertha-Aufschwung auch wegen Wolfsburg-Frust

Lukebakio ist bei Hertha der gefährlichste Mann. Foto: Getty Images
Lukebakio ist bei Hertha der gefährlichste Mann. Foto: Getty Images

Mit sieben Torbeteiligungen in zehn Pflichtspielen spielt Dodi Lukebakio bei Hertha BSC in der laufenden Saison eine herausragende Rolle. Die Alte Dame bekommt nun das, was sie sich bei der kostspieligen Verpflichtung des Belgiers vor drei Jahren versprochen hat. Dafür war ein enttäuschender Umweg wohl nötig.

Die vergangene Saison verbrachte der pfeilschnelle Offensivspieler als Leihkraft beim VfL Wolfsburg. Dabei kam Lukebakio aber selten über eine Nebenrolle hinaus, die Rückrunde erlebte er größtenteils auf der Ersatzbank schmorend. Genau in dieser Phase hat es offenbar 'klick' gemacht, wie der 25-Jährige selbst gegenüber Sport Bild einschätzt. "In der Zeit musste ich lernen, mich dennoch nicht hängen zu lassen. Die Situation hat mir nicht gefallen, aber ich wollte nicht jeden Tag Frust haben, sondern weiter Gas geben."

"Also habe ich an mir gearbeitet"

Trotz seines Reservistenstatus positiv geblieben zu sein, darin erkennt Lukebakio den Schlüssel für seinen späten Durchbruch in Berlin. "Ich habe mir gesagt: Wenn ich negativ werde, dann wird alles noch schwieriger. Also habe ich an mir gearbeitet." Dass dies gefruchtet hat, lässt sich an den Leistungen für Hertha BSC ablesen. Sie haben Lukebakio auch zurück in den Kreis der belgischen Nationalmannschaft geführt. Ein Kurzeinsatz gegen die Niederlande in der UEFA Nations League zeigte zuletzt, dass der Flügelspieler gute Karten hat, bei der WM in Katar dabei zu sein. Darauf hätte noch vor wenigen Monaten auf der Bank in Wolfsburg kaum etwas gedeutet.

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Lars Pollmann  
12.10.2022