Entscheidung für die UEFA-Wettbewerbe

Löw-Wunsch erfüllt: Fünf Wechsel auch bei Länderspielen

Löw darf jetzt auch in Pflichtspielen mehr als dreimal wechseln. Foto: Imago
Löw darf jetzt auch in Pflichtspielen mehr als dreimal wechseln. Foto: Imago

Inzwischen dürften sich viele Fans bereits daran gewöhnt haben, dass bei Fußballspielen mitunter mehr als drei Spieler von der Bank kommen. Am 1. Spieltag der Bundesliga etwa wechselten die Trainer im Schnitt 4,22 Joker ein. Bundestrainer Joachim Löw war dies bei den letzten Länderspielen noch verwehrt geblieben.

Der Weltmeister-Coach von 2014 machte sich darüber nach dem Remis gegen Spanien in Stuttgart lauthals Luft. "Die ganze Zeit gab es fünf Wechsel, das fand ich sinnvoll. Gerade jetzt hätte es das gebraucht. Einige sind auf dem Zahnfleisch gelaufen", sagte Löw seinerzeit. In der Nations League der UEFA galten damals noch die üblichen Vorschriften, was Auswechslungen anbelangt. Nun aber hat der Kontinentalverband den Wunsch des Bundestrainers, den freilich viele Amtskollegen und auch die Profiklubs in Europa trugen, erhört.

"Belastung soll verringert werden"

Das Exekutivkomittee entschied am Donnerstag, das in den UEFA-Wettbewerben fortan zweimal mehr gewechselt werden darf. "Die Belastung der Spieler soll verringert werden, die durch die verkürzten internationalen Spielkalender 2020/21 aufgrund der Covid-19-Pandemie verursacht wird", zitiert das Portal Sportschau aus der Mitteilung des Verbands. Somit darf Löw bei den Spielen in der Ukraine und gegen die Schweiz im Oktober bereits öfter mit einem Personaltausch ins Spielgeschehen eingreifen. Am größeren Kritikpunkt, dass die Spielkalender mit unnötigen Freundschaftsspielen aufgebläht sind, ändert es freilich nichts. So trifft auch das DFB-Team vor den Nations-League-Spielen in einem Test auf die Türkei.

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Lars Pollmann  
24.09.2020