Dresdner Befreiungsschlag

Löwe lobt Dynamo: Vertrauen in Schmidt "hat sich jetzt ausgezahlt"

Dresden hat an Aufstiegstrainer Schmidt festgehalten. Foto: Getty Images
Dresden hat an Aufstiegstrainer Schmidt festgehalten. Foto: Getty Images

Dynamo Dresden hat am Sonntag nach fünf Pleiten in Serie drei wichtige Punkte im Abstiegskampf eingefahren. Durch das 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf hat sich auch die Lage für Trainer Alexander Schmidt etwas entspannt. Am Chefcoach festgehalten zu haben, war für Chris Löwe die richtige Entscheidung der Klubführung. 

Es wäre für die Sachsen ein Leichtes gewesen, mit Verweis auf den anhaltenden Negativlauf zur Länderspielpause mit einem branchenüblichen Trainerwechsel zu reagieren. Doch wäre dies beim Team wohl nicht gut angekommen, wie Löwe gegenüber dem MDR andeutet. "Man hat nie das Gefühl gehabt, dass das Verhältnis zwischen uns und dem Trainerteam gestört ist", betont der Linksverteidiger. Dies sei auch bei den Niederlagen sichtbar gewesen: "Wir haben uns den Arsch aufgerissen, nur Kleinigkeiten haben gefehlt."

"Wichtig auch für die Köpfe der Jungs"

Deshalb hätte er selbst vor der Länderspielpause ebenso an Schmidt festgehalten, wie es die Verantwortlichen letztlich taten. "Das hat sich jetzt ausgezahlt", freut sich Löwe. Der Routinier ist sicher, dass der Negativlauf durch den Erfolg über Düsseldorf der Vergangenheit angehört. "Der Sieg war nicht nur mit Blick auf die Tabelle wichtig, sondern auch für die Köpfe der Jungs", erklärt Löwe. Der 32-Jährige fehlte dabei nach einer Corona-Infektion womöglich zum letzten, vielleicht auch nur vorletzten Mal.

"Probleme, vom Bett zur Toilette und zurückzugehen"

"Ich bin geimpft gewesen, bin jung und fit. Ich habe gedacht, dass ich es vielleicht gar nicht merke, wenn ich es mal bekomme. Das war dann aber anders. Selbst als die Symptome weg waren, hatte ich Probleme, vom Bett zur Toilette und zurückzugehen", berichtet Löwe. Der frühere Deutsche Meister mit Borussia Dortmund äußert deshalb auch Verständnis für die Maßnahme der Landesregierung, in Sachsen wieder auf Geisterspiele zu setzen. Der Freistaat hat die geringste Impfquote aller 16 Bundesländer.

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Lars Pollmann  
23.11.2021